Managed Futures (Börsenlexikon)

Eine spezialisierte Hedgefondsklasse


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Bei Managed Futures handelt es sich um eine der breiten Anlegerschaft weitestgehend unbekannte Anlageklasse, die vor allem von institutionellen Anlegern und sehr vermögenden privaten Investoren genutzt wird. Dies liegt vor allem an den hohen Mindestanlagebeträgen für Engagements in Managed Futures. Diese können in vielen Fällen deutlich über 10.000 Euro betragen. Manchmal sind Managed Futures sogar nur für Investoren zugänglich, die mindestens 100.000, 500.000 oder eine Millionen Euro investieren können. Da sich Managed Futures grundsätzlich nur als Beimischung von bis zu 20 Prozent in einem bestehenden und diversifizierten Depot verstehen, handelt es sich um einen entsprechend kleinen Kreis von Anlegern.

Im Finanzjargon werden die Managed Futures den sogenannten Hedgefonds zugeordnet. Grundsätzlich beruht das Anlageprinzip von Managed Futures darauf, unabhängig von der jeweiligen Marktlage und ohne eine Korrelation zu einer einzelnen Assetklasse Gewinne zu erwirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen investieren Managed Futures in börsengehandelte Derivate wie Futures und Optionen. Die Kauf- und Verkaufsentscheidungen werden dabei entweder von einem Fondsmanager getroffen oder basieren auf den Entscheidungen einer Handelssoftware, die permanent technische Signale auswertet. Da Managed Futures sowohl long, als auch short investieren können, ist eine Gewinnerzielung sowohl in steigenden, als auch in fallenden Märkten möglich.

Je nach spezifischer Ausrichtung der Managed Futures Funds unterscheidet man zwischen Trendfolge, Short-Term-Trading, Global Macro, Descritionary Trading und FX Trading. Manche Managed Futures Fund kombinieren auch mehrere Ausrichtungen, um eine noch größere Diversifikation zu erreichen. Die meisten der Managed Futures Funds verstehen sich allerdings als langfristig orientierte Trendfolgefonds, die bestehende Trends analysieren und dem Trend entsprechend investieren. Technische Indikatoren spielen bei Kauf- und Verkaufsentscheidungen eine wichtige Rolle. Die meisten Managed Futures Funds legen gleich eine Vielzahl verschiedener technischer Indikatoren zu Grunde, sodass die Risiken minimiert werden können und die Anzahl der Fehlsignale geringer ausfällt als bei der Analyse einzelner Indikatoren.

Aufgrund der Tatsache, dass die meisten Managed Futures Funds sich mittel- bis langfristig engagieren und somit relativ träge auf Trendbrüche reagieren, kommt es immer wieder zu sogenannten Draw Down Phasen bei denen Managed Futures Funds teilweise deutliche Verluste erleiden können. Aufgrund dieser Verlustrisiken, die in der Vergangenheit bei vielen Managed Futures Funds zeitweise zu einer Halbierung des Fondsvermögens führten, gelten Managed Futures Funds als sehr riskant. Aufgrund der hohen Volatilität sind Managed Futures Funds ohnehin nur für langfristig orientierte Anleger geeignet. Außerdem werden Managed Futures in der Regel nur als Beimischung zu einem bestehenden Depot genutzt und machen selten mehr als 20 Prozent des gesamten Depotvolumens aus.

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Letzte Überarbeitung der Seite: 21.08.2017


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