Cashflow (Börsenlexikon)

finanzielle Stärke des Unternehmens


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Der Cashflow ist ein wichtiger Indikator, der bei der fundamentalen Analyse von Unternehmen und Aktien verwendet wird. Beim Cashflow wird der Nettozufluss liquider Mittel im Rahmen einer bestimmten Zeit errechnet. Die Errechnung berücksichtigt die Beträge der Jahres­überschüsse, Abschreibungen, die langfristigen Rück­stellungen und Gewinnsteuern.

Die finanzielle Stärke des Unternehmens

Die Daten des Cashflows zeigen welche finanzielle Stärke ein Unternehmen hat. Dabei spielen die Finanzmittel, die selbst erwirtschaftet werden, die wichtigste Rolle beim Cashflow. In Bezug auf eine Aktie ermöglicht der errechnete Cashflow ein Vergleich mit anderen Unternehmen und sollte für Anleger somit ein nicht unerhebliches Entscheidungskriterium beim Aktienkauf sein. In der heutigen Wirtschaft aber auch im Privatleben spielt die Liquidität und damit der Cashflow eine erhebliche Rolle. Bei Einzelunternehmern spielt der Cashflow eine noch größere Rolle als bei börsennotierten Unternehmen, denn Selbstständige können nicht auf den Kapitalmarkt zurückgreifen, also Aktien ausgeben um ihre finanzielle Liquidität zu verbessern.

Steuerung des Cashflow

Aktiengesellschaften haben unterschiedliche Möglichkeiten ihren Cashflow zu erhöhen, wozu etwa Zinsgewinne aus Kapitalanlagen gehören. Zinsgewinne ermöglichen besonders Unternehmen der Finanz-, Versicherungs-, und Bankenbranche ihren Cashflow zu erhöhen. Steigen die Zinsen, profitiert unmittelbar der Cashflow der genannten Unternehmen davon. Neben den Zinsgewinnen dienen auch Aktiengewinne dazu die Liquidität zu verbessern. Je besser der Cashflow eines Unternehmens ist, desto mehr Möglichkeiten hat die Firma um zum Beispiel eine Expansion oder neue Produkte ohne Fremdmittel (Kredite) mit eigener Finanzkraft zu finanzieren.

Cashflow auch für Spekulanten

Wer über entsprechende Software verfügt kann auch für die eigene Finanzplanung im Rahmen der Spekulation den Cashflow errechnen. Man sollte hierbei stets darauf achten, dass der Cashflow stabil ist und für mögliche unvorhergesehene Ereignisse, wie etwa einen »Pechsträhne«, eine Kapitalreserve aufbauen, damit aufgrund fehlender Liquidität kein finanzieller Engpass droht.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 07.09.2017


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Autor: Claus A. Lampert (wenn nicht anders angegeben)
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