Marktkapitalisierung

Glossar


Übernahme, aktiengesellschaft, investor, kaufpreis, unternehmen

Die Marktkapitalisierung (market capitalisation oder market cap) wird durch Multiplikation des aktuellen Aktienkurses mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien ermittelt. Die Marktkapitalisierung spiegelt als wider, welchen Wert der Aktiengesellschaft zu jedem Zeitpunkt einer Kursbildung zugebilligt wird (Equity Value). Bei der Marktkapitalisierung handelt es sich also nicht um einen tatsächlich aus der Geschäftstätigkeit erklärbaren Wert des Unternehmens. Die Marktkapitalisierung basiert also vielmehr auf Wünschen, Ängsten und Hoffnungen der Aktionäre.

Marktkapitalisierung als Kriterium bei Indices

Sofern die Marktkapitalisierung als Auswahlkriterium für die Zugehörigkeit zu einem Aktienindex herangezogen wird, verwendet man im Allgemeinen die Anzahl der frei handelbaren Aktien (»Streubesitz«).

Marktkapitalisierung ungleich Kaufpreis des Unternehmens

Manchmal wird behauptet, die Marktkapitalisierung würde den Wert widerspiegeln, den ein Investor aufbringen müsste um eine Aktiengesellschaft zu »kaufen«. Dies ist nicht richtig. Zum einen benötigt man für die Übernahme einer Aktiengesellschaft nicht 100% aller verfügbaren Aktien, zum anderen werden bei Bekanntwerden einer anstehenden Übernahme die Aktienkurse in der Regel deutlich anziehen und die Marktkapitalisierung damit logischerweise ansteigen.

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Letzte Überarbeitung der Seite: 07.09.2017


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