Free-Float / Streubesitz

Glossar


free-float, mehrheitsaktionär, lock-up-periode, kurssprünge, streubesitz, squeeze-out

Der Free-Float (auch public float, dt. Streubesitz) gibt als prozentualen Anteil den Streubesitz einer Aktiengesellschaft, d.h. den Anteil der frei handelbaren Aktien der Gesellschaft an der Börse, an. Nicht zum Free–Float zählen Aktien von Großaktionären, die auf Dauer am Unternehmen beteiligt bleiben und Aktien, die mit einer Lock-Up-Periode von mehr als sechs Monaten ausgestattet sind.

Free-Float und Squeeze-Out

Sinkt der Free-Float unter 5%, kann in Deutschland gemäß § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG ein Mehrheitsaktionär gegen eine angemessene Abfindung die Aktien des verbliebenen Free-Float zurückkaufen. In diesem Fall spricht man von einem Squeeze-out.

FAQ

Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Free-Float und Kursentwicklung?

Antwort: Bei Aktien mit geringem Free-Float bzw. Streubesitz steigt in der Regel die Volatilität bei kursrelevanten Unternehmensnachrichten an, da nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl an Aktien frei gehandelt wird. Bei schlechten Nachrichten steigt also auch das Risiko größerer Kurssprünge, die gegebenenfalls zu schlechten Ausführungen bei Stop-Loss-Orders führen können.
Da technische Analyse auch darauf basiert, dass möglichst schnell alle relevanten Nachrichten im Kurs eingepreist sind, ist ein hoher Free-Float bei den Analysen von Vorteil.

Älteste bekannte Version der Seite: 18.05.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 24.12.2018



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