Dividende

Glossar


Die Dividende ist eine Gewinnbeteiligung, die von einer Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Auszahlung einer Dividende erfolgt in Deutschland in der Regel in einem jährlichen Turnus, in den USA werden Dividenden traditionell eher quartalsweise gezahlt.

Festlegung der Dividende und Auszahlungstermin

Der Vorstand der Aktiengesellschaft schlägt die Höhe der Dividende vor, die Hauptversammlung muss diese Dividende dann mit einfacher Mehrheit genehmigen (§174 Abs. 1 AktG). Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Zahlung einer Dividende, d.h. der Vorstand kann zusammen mit der Hauptversammlung, auch unabhängig von eventuell vorhandenen Gewinnen der Aktiengesellschaft, den Verzicht auf eine Dividendenzahlung beschließen.

Mit Inkrafttreten des §58 Abs. 4 S. 2 AktG ist die Dividende frühestens am dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung fällig. In der Regel wird die Dividende von den großen Aktiengesellschaften auch tatsächlich zu diesem Termin gutgeschrieben.

Anspruch auf die Dividende

In Deutschland ist entscheidend, dass der Aktionär am Tag der Hauptversammlung die Aktie in seinem Depot hält bzw. dass er, bei Namensaktien, am Tag der Hauptversammlung im Aktionärsverzeichnis eingetragen ist. In anderen Ländern gelten hinsichtlich dem Haltezeitpunkt andere Regeln.


Kurs »ex Dividende«

Der so genannte »Ex-Tag« ist der Börsentag, an dem die Aktie erstmals »ex-Dividende« gehandelt wird. Rein theoretisch erfolgt an diesem Tage eine Korrektur des Börsenkurses in Höhe der Bruttodividende. Der »Dividendenabschlag« spiegelt also den »Wertverlust« durch die Dividendenzahlung wider. In der Realität erfolgt aber die Kursfeststellung wie jeden Tag nur nach Angebot und Nachfrage, d.h. ob und in welcher Höhe die Dividendenzahlung in den tatsächlich festgestellten Kurs »ex Dividende« einfließt kann nicht prognostiziert werden.

Steuerliche Behandlung der Dividende (Deutschland)

Grob gesagt gilt: In Deutschland müssen Privatpersonen Dividenden als Einkünfte aus Kapitalvermögen mit der Abgeltungsteuer versteuern. Das so genannte Teileinkünfteverfahren gilt für Einzelunternehmen und Personengesellschaften. Üblicherweise wird die Kapitalertragsteuer (25% zuzüglich 5,50% Solidaritätszuschlag) vor der Ausschüttung abgezogen und an das Finanzamt abgeführt.

Bitte fragen Sie aber unbedingt Ihren Steuerberater, ob die hier getätigten Aussagen auch für Sie relevant sind. ChartTec. de kann hier keinen Steuerberater ersetzen!

Bardividende / Bruttodividende

Als »Bardividende« wird der Teil der Dividende bezeichnet, der nach Abzug der Steuern dem Aktionär gutgeschrieben wird. Die »Bruttodividende« bezieht sich auf die Dividende vor Abzug aller Steuern.

Dividendenpolitik

Die gezahlte Dividende muss nicht zwingend mit dem Geschäftserfolg einer Aktiengesellschaft korrelieren, d.h. ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr muss nicht zwingend zu einer deutlich höheren Dividende führen, umgekehrt wird manchmal auch eine Dividende in Vorjahreshöhe bezahlt, wenn z.B. durch Sondereffekte das Geschäftsjahr unterdurchschnittlichen Ertrag oder gar einen Verlust brachte.

Dividenden gelten dennoch als Indikator für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens und damit auch als Signal für die Börse.

Älteste bekannte Version der Seite: 18.05.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 27.12.2017


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