Kreditwürdigkeit (Börsenlexikon)

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Kreditaufnahmen, Rechnungskäufe, Konteneröffnungen, Ratenzahlungen oder Vertragsabschlüsse setzen zumeist Kreditwürdigkeit voraus. Doch was genau lässt sich eigentlich unter Kreditwürdigkeit verstehen?


Zum einen bezieht sich die Kreditwürdigkeit auf die Bonität eines Verbrauchers. Mit Bonität ist wiederum die Zahlungsfähigkeit gemeint. Ausschlaggebend für eine positive Bonität ist zumeist ein Arbeitsvertrag, der nicht selten über einen gewissen Zeitraum bestehen muss. Daneben umfasst die Bonität aber auch bestehendes Vermögen, etwa Sparguthaben. Ebenso wichtig im Bezug auf die Bonität ist die Anzahl der Unterhaltspflichtigen, insbesondere Kinder. Gleichzeitig fließen in die Bonität auch regelmäßige Belastungen, beispielsweise Mieten, ein. Das Zahlungsverhalten, oder auch die Zahlungsmoral, ist grundsätzlich nicht mit der Bonität in Verbindung zu bringen.

Doch die Kreditwürdigkeit wird nicht nur durch die Bonität eines Verbrauchers, sondern ebenso durch die Schufa-Auskunft bestimmt. Die Schufa-Auskunft wiederum gibt das Zahlungsverhalten eines Verbrauchers wieder. Die Schufa speichert personenbezogene Daten in Bezug auf abgeschlossene Verträge, Kreditrückzahlungen, Rechnungskäufe oder Ratenzahlungen. Wird etwa ein Vertrag abgeschlossen oder ein Kredit aufgenommen, so führt dies unweigerlich zu einem Eintrag in der Schufa, nicht jedoch zu einem Negativ-Eintrag. Sobald ein Vertrag beendet wird oder ein Kredit in vollem Umfang abgezahlt wurde, erfolgt ein erneuter Eintrag in der Schufa. Dieser gibt an, dass eine ordnungsgemäße Rechnungszahlung seitens des Verbrauchers erfolgt ist. Sofern der Verbraucher seiner Zahlungsverpflichtung jedoch nicht nachkommt, erfolgt auch an dieser Stelle eine Schufa-Eintragung. In diesem Fall handelt es sich jedoch um einen Negativ-Eintrag, der die Kreditwürdigkeit besonders infrage stellt.

Die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers setzt sich also aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Abhängig von der gewünschten Leistung, Kredit, Vertrag, Rechnungskauf etc. kann die Gewichtung der einzelnen Komponenten unterschiedlich ausfallen.


Dieser Artikel wurde von Monique Röbbeling für ChartTec.de erstellt.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 22.08.2017


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