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Chart - Skalierung
Eine Glaubensfrage
Skalierung, eine Glaubensfrage?
Während der Unterschied zwischen absoluter und logarithmischer Darstellung bei relativ kurzfristigen Charts nicht in´s Gewicht fällt, verzerrt die nicht - logarithmische Darstellung bei Langfristcharts oder bei sehr volatilen Werten den Kursverlauf dramatisch.
Bei einer logarithmischen Darstellung werden prozentuale Veränderungen abgebildet und in meinen Augen ist diese Darstellungsart auch weitaus vernünftiger: schließlich interessiert mich bei meinem Ertrag ja auch der prozentuale und nicht der absolute Erfolg. Habe ich eine Aktie, die sich von US$ 10,- auf US$ 20,- verbessert ist dies etwas anderes, als wenn sie von US$ 110,- auf US$ 120,- steigt.
Zwei Chartbeispiele zum NASDAQ sollen zeigen, wie unterschiedlich sich der Kursverlauf bei den Skalierungsarten darstellt:
Logarithmische Skalierung

Man kann bei der logarithmischen Skalierung gut erkennen, wie sich die Abstände zwischen den 1.000´er Schritten zunehmend verkleinern. Zwischen 1985 und 1995 lässt sich ein durchaus vernünftiger Trend erkennen und der Anstieg zwischen 1991 und 1997 entspricht prozentual durchaus dem Anstieg zwischen 1997 und 2000 (also der eigentlichen Blase!)
Absolute Skalierung

In der absoluten Skalierung ist die Bewegung zwischen 1985 und 1997 nahezu vollständig unsichtbar, obwohl der Index in dieser Zeit eine Vervielfachung erlebte. Hingegen wird der Bewegung zwischen 1998 und 2000 ein deutlich zu hohes Gewicht beigemessen. Obwohl sich die Kurse zwischen 1991 und 1997 deutlich nach oben bewegten, wird dieser Anstieg im Chart fast unsichtbar.
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