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Money Management Strategie - Basis für den Erfolg an der BörseMoney Management Strategie

Basis für den Erfolg an der Börse



Die Basis des Erfolgs

Money Management bzw. Risiko Management

Money Management und Risiko Management sind ganz entscheidende Faktoren für die Performance:

  • Beim Money Management geht es meinem Verständnis nach darum, die geeignete Positionsgröße eines Engagements zu bestimmen.
  • Beim Risiko Management gilt es hingegen das Risiko für das Gesamtdepot (z.B. durch Stops) zu minimieren.

Praxisorientierung des Systems

Da ich mich an der Praxis orientieren will, gehe ich im Folgenden von einem kleinen Musterdepot von EUR 25.000,- aus. Dieses Grundkapital verwende ich seit nunmehr 1998 als Ausgangsbasis für mein Musterdepot. Auf der einen Seite ist dieses Depot klein genug um von nahezu jedem Börsenneuling nachgetradet zu werden, andererseits fressen die Gebühren ab dieser Größenordnung nicht mehr die gesamte Performance auf (obwohl der Faktor »Gebühren« bei der erzielten Performance keinesfalls vernachläßigt werden darf!)

KISS - Keep It Simple, Stupid

Das am häufigsten eingesetzte Money Management? Kein Money Management! Warum das so ist? Weil die meisten Anleger grundsätzlich einmal das zur Verfügung stehende freie Kapital anlegen wollen und sich dabei meist keine Gedanken machen, ob die Position der Depotgröße angemessen ist oder nicht. Da ich der Meinung bin, dass der Money - Management - Ansatz für den Kleinanleger nach Möglichkeit nicht zu kompliziert sein darf (da er sonst in der Praxis nicht lange verwendet wird), wird das vorgestellte System grundsätzlich sehr einfach aufgebaut sein.

Mix aus Money Management und Risiko Management

Ich persönlich halte es so, dass ich höchsten zehn Prozent des Musterdepots in eine Aktie oder eine andere Position investieren will. Sollte in einer Position die absolute Katastrophe eintreten (Totalverlust z.B. Overnight ohne Chance des Verkaufs durch Stop-Loss), würde also maximal zehn Prozent des Depots vernichtet werden. Als Obergrenze pro Einzeltitel, ergibt sich also ein Maximalwert von EUR 2.500,- pro Position.
Als zweite Grundregel gilt für mich, dass ich pro Engagement maximal ein Prozent des Gesamtdepots (d.h. EUR 250,-) riskieren will. Durch diese Begrenzung gilt: sollte das Depot maximal bestückt sein (zehn Titel zu je EUR 2.500,-) kann ein Einbruch des Gesamtmarktes ebenfalls nur zehn Prozent, d.h. EUR 2.500,- vernichten. Voraussetzung ist, dass in diesem Falle die Stop-Loss-Orders einigermaßen marktgerecht ausgeführt werden.

In den Grenzen dieser beiden Kennzahlen lassen sich jetzt die Positionsgrößen festlegen. Overnight-Gaps sind logischerweise Performance-Killer.

Auswirkung des Stop-Loss

Das Stop-Loss sollte meiner Meinung nach möglichst durch technische Chartanalyse gewählt werden. Das Stop-Loss generell zehn Prozent unter dem Einstiegskurs zu platzieren ist nicht unbedingt zielführend. Eine Aktie mit einer tendenziell niedrigen Volatilität oder ein Titel der Dividendenstrategie wird sicherlich anders zu handhaben sein als ein Optionsschein oder ein Mini-Future auf einen Index. Prinzipiell gilt also: je weiter das durch Chartanalyse gefundene Stop-Loss-Signal vom Einstiegskurs entfernt liegt, desto kleiner wird die Gesamtposition ausfallen.

Auswirkung des Stop-Loss auf die Gesamtposition

Einige Beispiele zur Einführung:

  • Einstiegskurs: EUR 100,- / Stop-Loss EUR 75,- = 10 Papiere
    (Position = EUR 1.000,- denn: EUR 250,- max. Verlust!)
    Durch das relativ weit entfernte Stop-Loss muß die Position relativ klein gehalten werden.
  • Einstiegskurs: EUR 100,- / Stop-Loss EUR 85,- = 16 Papiere
    (Position = EUR 1.700,- denn: EUR 250,- max. Verlust!)
    Das Stop-Loss liegt näher am Einstiegskurs, die Position nähert sich der durchschnittlichen Porisionsgröße = 10% vom Gesamtdepot an.
  • Einstiegskurs: EUR 100,- / Stop-Loss EUR 95,- = 25 Papiere
    (Risiko EUR 125,- denn: EUR 2.500,- max. pro Einzeltitel!
    Durch die weitere Annäherung des Stop-Loss an den Kaufkurs wird die maximale Positionsgröße erreicht. Ab sofort verringert sich der maximale absolute Verlust der Position. Gleichzeitig steigt aber das Risiko des zu frühen Ausstoppens. Der Kurs kann möglicherweise zu wenig »atmen«.

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