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Über den Ausstieg wird das Geld verdient - Exit StrategienÜber den Ausstieg wird das Geld verdient

Exit Strategien



In den folgenden drei Beispielen kann man sehen, dass der Einstieg in den seltensten Fällen entscheidend ist. Erst ein gut getroffener Ausstiegspunkt entscheidet letztendlich, ob im Depot ein Plus oder Minus zu verzeichnen ist.

Chart: Korrektes Signal, trotzdem ein Verlust
Chart: Korrektes Signal, trotzdem ein Verlust

Im ersten Beispiel ist aus einem Handelssystem ein Kaufsignal für eine Short-Position abgebildet. Nach dem Signal (1) fällt die Aktie zunächst auch leicht in die prognostizierte Richtung und es wird sogar ein neues tieferes Tief ausgebildet. Den Ausstieg im Punkt (2) zu erwischen ist unmöglich, schließlich wird hier das Short-Signal sogar bestätigt. Über dem Niveau von Punkte (3) läuft die Short-Position dann wieder in den Verlustbereich. Wer den Ausstieg aus der Short-Position nicht schafft, vernichtet viel Kapital auf dem Weg in Richtung (4). Obwohl das Kaufsignal für die Short-Position in Punkte (1) an sich in Ordnung war, dürfte im Depot ein Minus übrigbleiben: mit einem guten Stop-Loss ein kleiner Verlust, ohne Stop-Loss ein echtes Problem!

Chart: Fehlsignal mit geringem Verlust oder gutem Gewinn
Chart: Fehlsignal mit geringem Verlust oder gutem Gewinn

Im zweiten Beispiel haben wir ein Fehlsignal bei (1). Wir bekommen einen Einstieg auf der Long-Seite signalisiert aber die Position läuft sofort in´s Minus. Wenn man bei (2) ausgestoppt wird, realisiert man einen kleinen Verlust. Liegt das Stop-Loss tiefer, also z.B. in der Nähe der Tiefs von Mai oder Juli bleibt man im Engagement und nimmt die Bewegung bis (3) mit. So wird aus einem Fehlsignal beim Einstieg ein Gewinn-Trade.

Chart: Korrektes Signal mit geringem Gewinn oder großem Verlust
Chart: Korrektes Signal mit geringem Gewinn oder großem Verlust

Im dritten Beispiel ein absolut korrektes Kaufsignal für eine Short-Position zum Zeitpunkt (1). Von EUR 13,- verliert der Wert zunächst bis EUR 10,50 an Boden. Den Ausstieg beim Tiefpunkt in (2) kann man wohl nicht punktgenau realisieren und der rasante Anstieg von EUR 10,50 bis EUR 12,50 in einer Woche dürfte viel Performance kosten. Ein nach »üblichen Regeln gut platziertes« Stop-Loss dürfte so um die EUR 12,25 liegen. Wer aber den Ausstieg auf diesem Biveau verpasst und erst bei (3) oder (4) aussteigt, dürfte im Depot ein Problem haben.


Zusammenfassen kann man also festhalten: der EINSTIEG war in allen drei Fällen nicht das ausschlaggebende Kriterium! Einzig der Ausstieg entschied, ob ein Trade im Plus oder Minus endete.

Und trotzdem wird bemerkenswerterweise in den meisten Trading-Ansätzen, z.B. in Büchern oder Fachartikeln, immer und immer wieder das Hauptaugenmerk darauf verwendet, den Einstieg zu perfektionieren...








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