Vermögenswirksame Leistungen (VL)

Arbeitnehmer- Sparzulage: vom Staat gefördert


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Vermögenswirksame Leistungen sind Geldleistungen des Arbeitgebers, die tariflich festgelegt beziehungsweise in Arbeitsverträgen verankert sind. Vermögenswirksame Leistungen können Arbeiter, Angestellte, Praktikanten Auszubildende, Richter, Beamte, Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit erhalten. Der Staat fördert die Vermögensbildung mit Arbeitnehmer-Sparzulagen und Wohnungsbauprämien. Arbeitnehmer, die vom Arbeitgeber keine vermögenswirksamen Leistungen erhalten, können vereinbaren, dass ein Teil des Lohnes/Gehaltes einbehalten und vom Arbeitgeber direkt auf ein Anlagekonto überwiesen wird, sie profitieren dann zumindest von der staatlichen Förderung.



Um in den Genuss der staatlichen Zulage zu kommen, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Die Einkommensgrenze - Ledige bis 17.900,00 Euro und Verheiratete bis 35.800,00 Euro - darf innerhalb der sieben Jahre, das ist die Sperrfrist der Sparanlage, nicht überschritten werden und die Anlageform und das Anlageinstitut müssen durch den Arbeitnehmer bestimmt worden sein. Grundlage für die Berechnung des Einkommens ist das zu versteuernde Jahreseinkommen, welches durch Freibeträge deutlich niedriger ist als der Bruttoverdienst.

Der Verfahrensweg ist einfach, zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird ein Sparplan abgeschlossen und der Arbeitgeber überweist den vereinbarten Betrag auf das vom Arbeitnehmer bestimmte Anlagekonto. Vermögenswirksame Leistungen sind Bestandteil des Lohnes/Gehaltes und unterliegen somit der Sozialversicherung und der Steuer.
Die Anlagemöglichkeiten für vermögenswirksame Leistungen sind vielgestaltig, doch nur Bausparverträge und Fonds-Sparpläne werden staatlich gefördert. Für Banksparpläne und die betriebliche Altersvorsorge Lexikon gibt es keine staatlichen Zulagen, diese sind aber wegen der Zinsen und steuerlichen Vorteile interessant.

Bausparverträge werden vom Staat zweifach gefördert, einerseits mit der Arbeitnehmer-Sparzulage, andererseits mit der Wohnungsbauprämie, vorausgesetzt die Einkommensgrenze wird nicht überschritten. Die Arbeitnehmer-Sparzulage für ledige Arbeitnehmer beträgt 9% der eingezahlten Beiträge, maximal 43,00 Euro im Jahr. Verheiratete Arbeitnehmer erhalten ebenfalls eine Arbeitnehmer-Sparzulage in Höhe von 9% auf die eingezahlten Beiträge, die maximale Sparzulage beträgt aber 86,00 Euro im Jahr. Die Arbeitnehmer-Sparzulage muss in der Einkommensteuererklärung beantragt werden.
Einzahlungen von mindestens 50,00 Euro im Jahr in einen Bausparvertrag Lexikon belohnt der Staat zusätzlich mit einer Wohnungsbauprämie von 8,8%. Diese kann jeder ab dem 16. Lebensjahr erhalten, hierbei darf die Einkommensgrenze von 25.600,00 Euro für Ledige und 51.200,00 Euro für Ehepaare nicht überschritten werden.
Ab dem 01.01.2009 gilt das Eigenheimrentengesetz und daraus ergeben sich Veränderungen im Wohnungsbauprämiengesetz. Bausparer konnten bisher nach der siebenjährigen Sperrfrist frei über ihr Kapital verfügen, nur bei vorzeitiger Inanspruchnahme war die wohnwirtschaftliche Verwendung zwingend. Das bleibt unverändert bei „Altverträgen“. Bei Verträgen, die zum 01.01.2009 oder zu einem späteren Zeitpunkt abgeschlossen werden, wird die Wohnungsbauprämie nur noch gewährt, wenn nach Ablauf der siebenjährigen Sperrfrist das Kapital wohnungswirtschaftlich genutzt wird.
Vermögenswirksame Leistungen, die für Sparpläne in Investmentfonds Lexikon verwendet werden, fördert der Staat mit einer Arbeitnehmer-Sparzulage in Höhe von 18% auf die eingezahlten Beiträge, so dass die maximale Sparzulage für Ledige 72,00 Euro und für Verheiratete 144,00 Euro im Jahr beträgt. Die Arbeitnehmer-Sparzulage wird nur gewährt, wenn die Einkommensgrenze nicht überschritten wird. Fondssparpläne sind für Arbeitnehmer interessant, die eine höhere Rendite Lexikon erzielen wollen und sich des Risikos bewusst sind.

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Letzte Überarbeitung der Seite: 04.09.2017




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