Rentenpapiere (Börsenlexikon)

Festverzinsliche Anleihen


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Rentenpapiere kannten bereits die Zeitgenossen des Mittelalters. So fand der Handel damit schon im 13. Jahrhundert in Italien statt, allerdings nicht innerhalb organisierter Märkte wie heute, sondern ausschließlich zwischen Privatpersonen. Rentenpapiere sind verzinsliche Wertpapiere. Die Begriffe Anleihen, Obligationen und Renten Lexikon beziehen sich ebenfalls auf dieses Finanzprodukt. Mit der Anlageform verbindet sich in der Regel ein garantierter, gleichbleibender Zinssatz, der für die gesamte Laufzeit Gültigkeit hat.



Wer gibt Rentenpapiere aus?

Rentenpapiere werden von Staaten und Unternehmen als Bundes- oder Unternehmensanleihen sowie von Kommunen als Kommunalobligationen ausgegeben. Wegen ihrer Wertstabilität gelten Bundesanleihen wie etwa die Bundesschatzbriefe als sicherste Anlageform, die mit einer soliden Verzinsung einhergeht. Im Vergleich zu Unternehmensanleihen fällt der Zinssatz hier allerdings niedriger aus. Entscheidet sich der Anleger für Rentenpapiere eines Unternehmens, wird er für das damit verbundene größere Risiko mit einem zusätzlichen Zinsbonus belohnt. Dabei beruht der veranschlagte Zins einerseits auf der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, andererseits spielen unternehmensinterne Kriterien eine Rolle.

Verzinsung und Laufzeit

Im Allgemeinen zeigt sich die Verzinsung als stark abhängig von der jeweils gewählten Laufzeit. Die Zinsen liegen im Regelfall zwischen drei und acht Prozent pro Jahr. Bei langfristigen Rentenpapieren ist sogar die Erwirtschaftung von Zinserträgen möglich, die über acht Prozent liegen. Die Anleihen lassen sich hinsichtlich ihrer Laufzeit in kurzfristige Rentenpapiere (zwischen einem Jahr und fünf Jahren), mittelfristige Rentenpapiere (fünf bis zehn Jahre) und langfristige Rentenpapiere (über zehn Jahre) unterscheiden.

Rentenpapiere mit unterschiedlichen Zinsmodellen

Die meisten Anleihen sind mit einem Festzins verbunden, der mit dem Kauf als vereinbart gilt. Es gibt außerdem Rentenpapiere mit variablen Zinssätzen. Die Verzinsung wird dann an den Referenzzins einer Zentralbank gekoppelt. Somit nimmt der Anleger an steigenden oder fallenden Marktzinsen teil. Rentenpapiere ohne regelmäßige Zinszahlungen werden als Zero-Bonds bezeichnet. Anstatt jährlich erhält der Anleger bei diesem Modell sämtliche Zinsen am Ende der Laufzeit ausbezahlt.

Kauf von Rentenpapieren

Anleger haben mehrere Möglichkeiten, Anleihen zu kaufen. So kann die Abwicklung der Transaktion sowohl über eine Bank als auch über einen Direktbroker oder Online-Broker erfolgen. Jeder Anleihe Lexikon ist eine eindeutige Wertpapierkennnummer Lexikon zugeordnet. Nach dem Kauf werden die Rentenpapiere dann zumeist in das Wertpapierdepot eingebucht, sodass die Bank die Zinszahlungen automatisch berücksichtigt. Wenn die Endfälligkeit erreicht ist, übermittelt das Geldinstitut die Wertpapiere an den Emittenten und verbucht den Gegenwert auf dem Giro- oder Verrechnungskonto.

Rentenpapiere und Sicherheit

Wer Geld anlegt, möchte natürlich nicht das Risiko eines Verlustes eingehen und sicher sein, dass er es zum vereinbarten Zeitpunkt zurückerhält. Anhaltspunkte für riskante Anlagen liefern die Ratingagenturen. Zu den bekanntesten Agenturen gehören Standard & Poor‘s, Fitch und Moody‘s. Diese Institute bewerten die Finanzkraft von Unternehmen und Staaten und analysieren im Prinzip die Risikohöhe der Anleihen. Ihre Aufgabe besteht darin, zu prüfen und einzuschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass Firmen oder Länder zukünftig in der Lage sein werden, ihre Schulden zurückzuzahlen. Nach Prüfung der Bonität Lexikon erfolgt die Bewertung. Das System für das Rating Lexikon sieht die Verwendung der Buchstaben A bis D in absteigender Folge vor. Ein dreifaches A-Rating gilt als Bestnote. Die Agentur bescheinigt in diesem Fall sehr hohe Kreditwürdigkeit Lexikon und signalisiert damit, dass für Geldgeber ein geringes Risiko vorhanden ist. Demzufolge bedeutet ein DDD-Rating das genaue Gegenteil. Als Faustregel gilt hier: Je negativer die Einschätzung einer Ratingagentur ausfällt, desto höher ist das Risiko einer Anlage einzustufen. Aus diesem Grunde ist Vorsicht geboten, wenn beispielsweise ein Unternehmen mit schlechtem Rating Lexikon hohe Zinsversprechen für seine Rentenpapiere macht, da die Gefahr besteht, das Geld komplett zu verlieren.

FAQ

Frage: Was sind Rentenpapiere?

Antwort: Rentenpapiere sind Wertpapiere mit einer festen Laufzeit und einem festgelegten Zinssatz. Sie sind im Gegensatz zu Aktien recht risikoarm und bieten, abhängig vom Emittenten, interessante Renditen. Das Risiko wird durch eine Rating-Note gekennzeichnet. Als Faustregel gilt: je höher der Zinssatz ausfällt, desto höher ist das Risiko.

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Letzte Überarbeitung der Seite: 17.10.2017




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