Die Random-Walk-Theorie

Theorie der Markeffizienz


theorie, aktienkurse, random-walk, hypothese, aktienkurs

Die Random-Walk-Theorie, häufig auch als »Theorie der symmetrischen Irrfahrt« bezeichnet, besagt, dass die Verläufe von Aktienkursen nur durch Zufallsprozesse beschrieben werden können. Diese Grundannahme folgt direkt aus der Markteffizienz-Theorie, nach der alle kursrelevanten und für die Allgemeinheit zugänglichen Informationen nach dem Prinzip »Der Markt hat immer Recht« bereits im Kurs enthalten sind. Wertpapierkurse werden innerhalb dieser Theorie als Zufallswegprozesse oder auch »Random-Walk« beschrieben.



Beschrieben und definiert wird diese Aussage durch in Random-Walk-Modellen veranschaulichte modellhafte Annahmen. So wird zum Beispiel von der Nichtexistenz zyklischer Schwankungen oder langfristiger Trends ausgegangen.


Formelhafte Darstellung der Random-Walk-Hypothese

Eine häufig genannte formelhafte Darstellung der Random-Walk-Hypothese Lexikon im Rahmen der Signaltheorie ist die Gleichung S(t) = T(t) + P(t) + U(t).

Hierbei beschreibt der Parameter t den jeweiligen Zeitpunkt und S(t) den Kurs, also das Signal, zu diesem Zeitpunkt. Dieser Kurs wird als Summe des Driftanteils T(t), des periodischen Anteils P(t) und des unabhängigen Rauschanteils U(t) beschrieben. Driftanteil und periodischer Anteil bilden hierbei den Trend. Dieser ist als Zufallsfunktion aufzufassen, da er im Rahmen der Hypothese und als Folge der Markteffizienz nicht vorausgesagt werden kann. Der unabhängige Rauschanteil U(t), der hier mit dem Threshold gleichzusetzen ist, kann als informationslos vernachlässigt werden, da sein Verlauf hypothetisch als Gauß-Prozess mit Kovarianzfunktion (Brownsche Bewegung) beschrieben wird.

Doch gerade die Vernachlässigung des Rauschens wird kritisiert, da die Untersuchungen unterschiedlicher Indizes wie des DAX Lexikon sowie des Dow Jones Lexikon ergeben haben, dass der Threshold nicht normalverteilt und damit auch kein Rauschen ist. Eine Analyse des Thresholds führt zum Ergebnis, dass eine t-Verteilung und große Amplitudenschwankungen vorliegen.
Trotz aller Kritik findet die Hauptannahme der Random-Walk-Hypothese Lexikon, die Nichtvorhersehbarkeit von Aktienkursen, einige Anhänger, insbesondere im akademischen Bereich. Investment-Profis führen als Argument dagegen häufig die großen Erfolge einzelner Investoren an, die laut dieser Theorie nur zufällig hätten entstehen können. Sowohl stetige Erfolge der technischen Aktienanalyse Lexikon als auch die der fundamentalen Analyse sind nicht mit den Annahmen der Random-Walk-Hypothese Lexikon vereinbar.

Weiterführende Links:

Random-Walk-Theorie in der Wikipedia
Zufallsbewegung in der Wikipedia


Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 23.08.2017




© 1998 - 2017 by Claus Lampert Finanzinformationen / ChartTec.de
Autor: Claus A. Lampert (wenn nicht anders angegeben)
Alle innerhalb des Internetangebotes genannten und ggf. durch Dritte geschützten Marken- und Warenzeichen bzw. Produktnamen unterliegen uneingeschränkt den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichenrechts und den Besitzrechten der jeweiligen eingetragenen Eigentümer.