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KGV – Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (Börsenlexikon)
Eine der bekanntesten fundamentalen Kennzahlen
KGV – Das Kurs-Gewinn-Verhältnis
KGV Berechnung
Die Berechnung erfolgt, indem die »Gesamtzahl der Aktien« multipliziert mit dem »aktuellen Kurs« ( = Marktkapitalisierung) durch den erwarteten »Gewinn« eines Unternehmens geteilt wird.
Sollte das KGV niedriger sein als dies »branchenüblich« ist oder niedriger als noch bei den zuletzt errechneten Geschäftszahlen der Aktiengesellschaft, dann gilt die Aktie als unterbewertet und somit chancenreich. Wenn der KGV hingegen hoch ist, dann bedeutet dies, dass die Aktie überbewertet ist. Mit einem Aktienkauf sollte man demnach vorsichtig sein.
Unterschiedliche Kennzahlen
Je nach Branche gelten unterschiedlich hohe KGVs als normal. In der Technologiebranche zum Beispiel gelten hohe Kurs-Gewinn-Verhältnisse als normal, weil die Technologieunternehmen oft noch dynamisch sind und im Gegensatz zu anderen Branchen hohe Zuwachsraten aufweisen. Das KGV beruft sich schließlich auf zukünftige erwartete Gewinne eines Unternehmens. In der Börsenwelt nimmt diese Kennzahl eine nicht unerhebliche Rolle ein, denn damit schätzen (Hobby-) Fundamental-Analysten gerne die Chancen und Risiken einer Aktie ein.
Viele Faktoren als Grundlage
Bei der Berechnung des KGV kann der Höchstkurs, der Durchschnittskurs, der Kurs zum Jahresende oder der Kurs zum Jahresbeginn verwendet werden, um das Kurs-Gewinn-Verhältnis einer Aktie zu ermitteln. Wird diese Kennzahl errechnet, dann wird in den meisten Fällen der Gewinn nach Steuern bei der Berechnung verwendet.
Dieser Artikel wurde von contendia.de für ChartTec.de erstellt.
Kritik am KGV
Die charttechnische Analyse wird von der Fraktion der Fundamental- Analysten oft belächelt, weil sie versucht aus historischen Bewegungen (»Kursen«) auf wahrscheinliche, zukünftige, Bewegungen zu schließen.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist eines der besten Beispiele dafür, wie sich die Fundamentalanalysten oft selbst an der Nase herumführen: wie lässt sich denn der zukünftige Gewinn einer Firma schätzen? Man kann Vergangenheitsdaten interpolieren, garniere das Ganze mit ein paar Schätzungen der Geschäftsleitung, überlege sich, wie sich neue und alte Produkte zukünftig verkaufen könnten und präsentiere das Ganze als harte Fakten. Schwups hat man »harte Fakten« wie das KGV und vergleicht damit dann Äpfel mit Birnen (z.B. BMW mit Volkswagen). Ist das dann tatsächlich seriöser als Chartanalyse, die wenigsten tatsächliche Daten (nämlich Marktpreise, d.h. Kurse) für die Prognose verwendet?




