FOREX, die Foreign Exchange

Forex Currency Trade - Forex Trading an der Börse


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FOREX steht für Foreign Exchange und benennt jenen Markt, der auch als Währungs- oder Devisenmarkt bezeichnet wird. Global operierend, ist der FOREX Markt an keinen bestimmten Standort gebunden. Die wichtigsten Währungspaare (»Currency«), wie Dollar, Yen, Euro und das Britische Pfund werden daher über ein internationales Bankennetz gehandelt. Über diese Interbanken werden die Devisengeschäfte durch den gleichzeitigen Ankauf und Verkauf verschiedener Währungen getätigt (»forex currency trade«). Der Handel zwischen zwei Parteien wird telefonisch oder über ein elektronisches Kommunikationsnetzwerk realisiert. Wenngleich es für den FOREX Handel keinerlei festen Börsenstandort gibt, startet er jedoch täglich in Sydney, um dann mit zunehmenden Tagesverlauf weiter zu den westlichen Börsenzentren zu »wandern«. Dies macht es Investoren im FOREX Trading möglich, 24 Stunden täglich auf Marktbewegungen zu reagieren.



FOREX Currency Trade, Währungen an der Börse handeln

Das durch den FOREX Handel entstehende Tauschverhältnis (»forex currency rates«) erlaubt es, den Wert einer jeden Währung in Relation zu einer anderen auszudrücken. Auch hier ergibt sich der Wert einer Währung aus den Faktoren Angebot und Nachfrage. Das Angebot wird im Falle des Devisenhandels durch die Nettoinlandsinvestitionen, die Nachfrage durch die Nettoexporte konstituiert.

Währungspaare an der FOREX

Währungen werden dann immer in Währungspaaren – etwa US-Dollar/Euro - gehandelt. Dieser Handel erfolgt nach zwei Basisstrategien. Die Erste, Long Position, bezeichnet den Kauf einer Währung mit dem Ziel, diese nach einem bestimmten Zeitraum (Stunden, Tage, Wochen) mit möglichst hohem Gewinn wieder zu verkaufen. Ebenso gewinnversprechend ist auch die zweite Strategie. Short Lexikon Position bezeichnet in der FOREX Sprache ein quasi entgegengesetztes Vorgehen. So wird eine Währung verkauft, mit dem Vorhaben, diese nach einer zu erwartenden Abwertung wieder zu erwerben. Jedoch ist es gar nicht möglich auf dem Devisenmarkt nur eine dieser Vorgehensweisen zu betreiben. Da jeder Käufer naturgemäß nach dem ersten, jeder Verkäufer nach dem zweiten prinzip operieren wird, beinhaltet jeder Devisenhandel daher immer eine Long- und eine Short Lexikon Position. Auf diese Weise werden vor allem die »forex currencies« (Euro, Britisches Pfund, Japanische Yen, Schweizer Franken, US-Dollar, Kanadische Dollar und Australischer Dollar u.a.) gehandelt. Der Handel mit den Leitwährungen macht über 80% des Gesamthandels aus. Diese Popularität verdanken sie vor allem der »Verlässlichkeit« der Nationen bzw. Wirtschaftsräume aus denen die Währungen stammen.


Aktuelle Kurse der wichtigsten Währungspaare

Geringer Kapitaleinsatz, großes Spiel!

Um an diesem Handel teilzunehmen benötigt der Trader nur einen geringen Anteil an Eigenkapital Lexikon. Dabei genügen bereits 1-3% des gehandelten Volumens. Dieses stellt aber keinen verbindlichen Wert dar, da dieser Anteil von Geschäft zu Geschäft etwa durch den Händler selbst neu festgelegt werden kann. Auf diesem Wege kann der Trader sein Risiko selbst beeinflussen und den jeweiligen Rahmenbedingungen anpassen. Dieser Anteil wird als Margin–Einsatz bezeichnet und stellt genau genommen eine Sicherheitsleistung dar, die gewährleisten soll, dass der Händler den entstehenden Verpflichtungen nachkommen kann. Gleichzeitig ermöglicht diese Praxis aber auch, dass ein Händler mit relativ wenig Eigenkapital Lexikon relativ hohe Summen bewegen kann. Beträgt die Margin Lexikon zum Beispiel 2%, so genügen bereits 20.000 Euro Eigenkapital Lexikon, um mit 2.000.000 Euro am Markt zu hantieren.
Dadurch entsteht eine Art Hebelwirkung, da der Händler Fremdkapital zu günstigeren Konditionen aufnehmen kann, als die Investition an Gewinn erwirtschaftet. Dieses Szenario wird als Leverage–Effekt bezeichnet. Durch möglichst hohe Summen kann ein Trader bereits aus geringsten Kursschwankungen beachtliche Gewinne ziehen.

Der liquideste Markt überhaupt.

Die bereits erwähnten Rahmenbedingungen können sowohl wirtschaftlicher als auch politischer Natur sein. Einiges Gewicht kommt dabei externen Faktoren wie dem jeweiligen Zinsniveau, der Inflation aber auch der Einschätzung der politischen Stabilität in der betreffenden Nation zu. Der Wert einer Währung wird dabei nicht nur von den Devisenmärkten bestimmt, sondern ergibt sich auch aus politischer Einflussnahme durch Regierungen oder auch durch das Wirken der Zentralbanken. Wenn derartige Institutionen als Käufer auf dem Markt auftreten, wird dies als Intervention bezeichnet. Wichtigster Faktor bleibt aber der Handel auf dem überaus liquiden FOREX-Markt. Aufgrund des enormen Umsatzes (1,9 Billionen US-Dollar pro Tag) kann es nicht gelingen, den Markt über einen längeren Zeitraum durch Interventionen zu verändern. Die Stellung als Hegemon über die Währungsentwicklung kommt also ganz klar dem FOREX und also den Investoren zu. Außenhändler, Zentralbanken und sogar Regierungen sind zwar wichtige Marktteilnehmer, jedoch haben diese aufgrund des besonderen Gewichtes des FOREX nur eine Nebenrolle inne.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 20.08.2017




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