Börsencrash (Börsenlexikon)

Börsencrash in den Jahren 1637, 1929, 1987 und 2000


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Bei einem klassischen Börsencrash fallen die Aktienkurse in einer relativ kurzen Zeitspanne erdrutschartig, meist verbunden mit einer anschließend länger anhaltenden Korrekturphase (»Baisse« Lexikon). Ein Börsencrash kann unterschiedliche Ursachen haben, z.B. eine drohende Rezession, plötzliche Zinsängste, schlechte wirtschaftliche Aussichten, Kriegsängste oder Spekulationen auf Währungen.



Der Börsencrash von 1637 (»Tulpenmanie«)

Der erste dokumentierte Crash eine Börse Lexikon fand in Holland 1637 statt. Nach der so genannten »großen Tulpenmanie«, in der »auf Termin« mit Tulpenzwiebeln spekuliert wurde, brachen die Kurse für Tulpenzwiebeln nach dem 05. Februar 1637 in kürzester Zeit um 95% ein. Zuvor wurde in der Spitze umgerechnet bis zu 10.000,- Euro pro Tulpenzwiebel bezahlt. Dies entsprach 40 Jahresgehältern eines Zimmermanns.
Bezeichnend war in diesem Börsencrash bereits, dass die gezahlten Preise für das Spekulationsobjekt bar jeglicher Vernunft waren. Die Tulpenzwiebeln hatten an sich keinerlei Wert, außer dass die daraus wachsenden Tulpen »gut aussahen« und in ihrer Zeichnung und Farbgebung möglichst selten waren.

Der Crash von 1929 (»Black Thursday«)

In den 1920er-Jahren befand sich die Weltwirtschaft im rapiden Aufschwung, wovon besonders die amerikanische Wirtschaft profitierte. Diese »Goldenen Zwanziger« waren jedoch vorbei als im Spätherbst des Jahres 1929 erste Kursrückgänge am US-Aktienmarkt verzeichnet wurden. Im Oktober 1929 fielen die Aktienkurse weiter, konnten durch Stützungskäufe der Banken für eine kurze Zeit stabilisiert werden. Doch am Schwarzen Donnerstag (»Black Thursday«, 24. Oktober 1929) war die Börsenparty mit vermeintlich immer steigenden Aktienkursen vorbei. Der Börsencrash an der Wall Street Lexikon führte dazu, dass die Börsen weltweit ebenfalls mit in die Tiefe gezogen wurden, verbunden mit dem Beginn einer langjährigen schweren Weltwirtschaftskrise. Bei diesem Crash erwähnenswert ist der Umstand, dass einige bekannte Spekulanten Selbstmord begingen, unter anderem dadurch, dass sie sich aus den Bürohochhäusern rund um die Wallstreet in den Tod stürzten.
Erst mit Beginn des zweiten Weltkriegs erholte sich die US-Wirtschaft von der Weltwirtschaftskrise, als den Umstieg der Industrieunternehmen auf die Rüstungsproduktion erfolgte. Im Zuge des Aufschwungs sanken dann auch wieder die Arbeitslosenzahlen. Doch erst in den 1950er-Jahren, nach Ende des zweiten Weltkriegs, erreichte der Dow Jones Lexikon Index Lexikon wieder das Niveau, das der Aktienmarkt Lexikon hatte, bevor die Welt durch das Ereignis »Black Thursday« erschüttert worden war.

Der Crash von 1987 (»Schwarzer Montag«)

Die schlimmste Crash-Bewegungen des DOW JONES ereignete sich am 19. Oktober 1987, als der DOW JONES am »Schwarzen Montag« um 22,6% einbrach. Hierbei handelte es sich um den stärksten Tagesverlust des DOW JONES seit Beginn seiner Berechnung. Aber: nach nur 15 Monaten war wieder der Stand vor dem Einbruch erreicht.

Der Salami-Crash von 2000

Im Sommer 2000 gab es ebenfalls an den Weltbörsen einen Börsencrash mit anschließender Baisse Lexikon, als klar wurde, dass die Hoffnung in die Unternehmen der New Economy, und dabei überwiegend solche mit wenig tragfähigen Geschäftsmodellen, nicht gerechtfertig war. Da dieser Crash in mehreren Abschnitten erfolgte, spricht man von einem »Salami-Crash« bei dem die Kurse »scheibchenweise« nachgeben.

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