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Die Börse (Börsenlexikon) - Handelsplatz für Güter aller ArtDie Börse (Börsenlexikon)

Handelsplatz für Güter aller Art



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Die Anfänge: erste Börsenplätze

Der Name »Börse» leitet sich wahrscheinlich sowohl von der Kaufmannsfamilie »Van der Beurse« als auch von den so genannten »Bursa« ab. Dieses waren Lederbeutel, in denen zur damaligen Zeit Geld, Wechsel und Wertpapiere aufbewahrt wurden. Allerdings trafen sich in Brügge nur Kaufleute aus Italien, um ihren Handel abzuwickeln. Deshalb wurden bald auch Börsen in anderen Städten gegründet, an denen sich Kaufleute und Händler aus aller Welt trafen.

Eine sehr stark spezialisierte Warenbörse entstand übrigens schon 1460 in Antwerpen, dort wurden hauptsächlich Gewürze gehandelt. In Deutschland entstand schließlich 1540 in Nürnberg die erste Börse, in der dann hauptsächlich Wechsel und andere Zahlungsinstrumente gehandelt wurden. Fast zeitgleich entstanden auch Börsen in Lyon und die zweite deutsche Börse in Augsburg. 1571 entstand in London die Londoner Börse, die als Royal Exchange gegründet wurde.

Die wichtigste Börse der damaligen Zeit (für alle Arten von Finanzinstrumenten) entwickelte sich dann aber in Amsterdam. An dieser Börse wurde 1613 schließlich auch die erste Aktie der Welt gehandelt. Es handelte sich um die Vereinigte Ostindische Handels-Kompanie (V.O.C), einem Zusammenschluss Amsterdamer Gewürzhändler, die auf die Idee kamen, Anteile ihres Unternehmens über die Börse zu verkaufen, ohne dass das Unternehmen die Anteile selbst wieder zurückkaufen muss.

Weltberühmte Börsenplätze

Nach Paris (1724) folgte die heute weltberühmte Börse in New York (Stock Exchange). Diese eröffnete tatsächlich erst 1792 als es in fast jedem Land Europas bereits eine oder sogar mehrere Börsen gab.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, nämlich 1949 wurde die heute recht wichtige Börse in Tokio gegründet.

Bahnbrechend war 1971 die Gründung der NASDAQ, der ersten vollautomatisierten Computerbörse der Welt. Diese Börse leitete das Ende des lauten Parketthandels ein und sorgte gleichzeitig dafür, dass der Börsenhandel auch für den kleinen Mann interessant wurde. Sind die Zeiten vorbei, an denen sich die so genannten Pit-Trader wild gestikulierend Gebote zubrüllten?

Börse heute

Aktuell gibt es in Deutschland sieben Börsenplätze. Die wichtigste deutsche Börse mit dem größten Handelsvolumen ist Frankfurt, daneben gibt es noch Börsen in Stuttgart, München, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Berlin.

Wie schon zu ihrer Gründungszeit, so werden auch heute an den Börsen neben den verschiedensten Arten von Wertpapieren auch Edelmetalle, die unterschiedlichsten Arten von Waren, Rohstoffe, Devisen oder Energie gehandelt. Der Preis für das gehandelte Gut richtet sich dabei weiterhin nach Angebot und Nachfrage. Dabei zeigt es sich aber immer wieder, dass Angebot und Nachfrage nicht nur unbedingt von konkreten Zahlen oder Wirtschaftberichten abhängen, sondern sich auch nach Gerüchten und Vermutungen richten.

Der Handel an den Börsen fand früher nur über Präsenzbörsen im so genannten Parketthandel statt. Die Bezeichnung rührt daher, da sich die Börsenmakler auf dem so genannten Parkett treffen, so wird der Raum in der Börse bezeichnet, an dem sich die Händler aufhalten. Während bestimmter Zeiten, dem Börsenhandel, wurde hier der Preis für die einzelnen Wertpapiere, Schweinehälften, Getreide, Gold und was sonst noch so alles an der Börse gehandelt wird, durch Zuruf zwischen den Händlern festgelegt. Bei den Börsenmaklern gehörten eine laute Stimme, ein gutes Gehör und eine gute körperliche Konstitution dazu, um in dem ganzen Stimmengewirr alles richtig mitzubekommen und den besten Kurs auszuhandeln.

Natürlich machte die technische Entwicklung auch vor den Börsen nicht Halt. Bereits im Jahr 1971 wurde in New York der elektronische Börsenhandel »NASDAQ« gegründet. Dies ist die Abkürzung für »National Association of Deales Automated Quotation«. Erst im Jahre 1997 folgte in Deutschland der elektronische Börsenhandel in Form des »Exchange Electronic Trading«, der nur kurz »Xetra« genannt wird.

Der Vorteil des elektronischen Börsenhandels ist, dass viel größere Mengen an Wertpapieren in viel kürzerer Zeit gehandelt werden können. Ein Vorteil für Anleger ist auch, dass durch die Vereinfachung des Wertpapierhandels bei vielen Banken die Gebühren für Wertpapierkäufe und Wertpapierverkäufe, die so genannten Orders, gesunken sind.

Um Anlegern eine bessere Übersicht über die gehandelten Aktien zu verschaffen, hat man an den Börsen verschiedene Indizes eingeführt. Dies bedeutet, dass die Aktien mehrerer Unternehmen zusammengefasst werden, um ihre Entwicklung zu beobachten. In Deutschland ist der bekannteste Index wahrscheinlich der DAX. Im DAX werden die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften zusammengefasst, wobei sich die Zusammensetzung des DAX von Zeit zu Zeit ändert. In den USA heißt der Index der größten Unternehmen Dow Jones und in Japan ist es der NIKKEI. Es gibt aber auch spezialisierte Indizes, die mittelgroße Unternehmen, kleine Unternehmen oder ausschließlich Firmen einer bestimmten Branche, z.B. Technologie, zusammenfassen. Durch die Indizes wird es den Anlegern erleichtert, Markentwicklungen zu beobachten und ihre Geldanlage entsprechend zu planen. Aber auch als Wirtschaftsbarometer werden die weltweit bekanntesten Indizes oft herangezogen.

Börse online rund um die Uhr: die FOREX

Als »Fortsetzung der Börse mit anderen Mitteln« kann man sicherlich der FOREX- Markt bezeichnen. Am Devisenmarkt (foreign exchange market) werde Währungen paarweise gehandelt. Hier treffen also Angebot und Nachfrage von ausländischen Währungen aufeinander. Der FOREX-Markt ist mit einem Umsatz von rund 4 Billionen US-Dollar pro Tag der größte Finanzmarkt der Welt. In einer völligen Umkehrung der Präsenzbörse gibt es keine Bindung an einen festen Börsenplatz, statt dessen werden die Währungspaare an dieser Börse online weltweit fast aussschließlich über Computerbörsen und rund um die Uhr gehandelt.

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Autor: Claus A. Lampert (wenn nicht anders angegeben)
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