Relative Strength Index / RSI-Indikator

Relative Stärke Index nach Welles Wilders


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Der Relative Strength Index Lexikon (RSI) ist ein Oszillator, der in einer festen Spanne (theoretisch 0 - 100, praktisch so etwa 10 - 90) pendelt. Als Einstellung verwende ich (der Literatur folgend) 14 Tage, in Einzelfällen auch 8 bzw. 38 Tage (je nach Objekt kann man die Einstellung an der Vergangenheit testen!)
In diesem Artikel lesen Sie, wie der RSI funktioniert und in der Praxis angewendet wird.



Vorab eine kurze Definition zum RSI-Indikator aus der Wikipedia:

 Die Wikipedia sagt zum RSI - Indikator:

Der Relative Strength Index oder Relative-Stärke-Index ist ein oszillierender Indikator und wurde von Welles Wilder entwickelt. Der Indikator wird mit RSI abgekürzt und gehört zu den am häufigsten verwendeten Indikatoren in der technischen Aktienanalyse.

Die Signale des Relative Strength Index (RSI)

In der Literatur werden üblicherweise für den Relative Strength Index Lexikon (RSI) zunächst die Signale aus dem Erreichen einer überkauften oder überverkauften Zone genannt. Häufig liegen die als ertragreich bezeichneten Zonen über 70 (überkauft) und unter 30 (überverkauft.) Je nach Objekt, so meine Meinung, kann es aber auch sinnvoll sein, die Zonen anzupassen, und z.B. mit 80/20 oder 60/40 Zonen zu arbeiten.
Im ersten Chartbeispiel verwende ich für den Dow Jones Lexikon eine 60/40 Einstellung. Ein Kaufsignal entsteht, wenn der Relative Strength Index Lexikon (RSI) seine überverkaufte Zone (unter 40) nach oben verlässt, ein Verkaufssignal entsteht durch einen Ausbruch aus der überkauften Zone (über 60).


DOW JONES mit Relative Strength Index (RSI)
DOW JONES mit Relative Strength Index (RSI)
Kursdaten: Lenz + Partner AG

Im Chart Lexikon oben erkennt man sehr gut, dass der Relative Strength Index Lexikon (RSI) nur in Einzelfällen gute Signale liefert. Die Verkaufssignale kamen recht genau an den Kursspitzen, die Kaufsignale kamen jedoch meist viel zu früh und mitten in der Abwärtsbewegung. Ohne Stop-Loss Lexikon wären signifikante Verluste im Depot Lexikon die Folge.

Ich denke, dass es der falsche Weg wäre für den Einstieg bzw. Ausstieg ausschließlich die Signale aus dem Relative Strength Index Lexikon (RSI) zu verwenden!

Eine zweite Interpretationsvariante, die durchaus erfolgversprechend ist, stellt die die Suche nach Konvergenzen (Gleichlauf) und Divergenzen (Gegenlauf) zwischen betrachtetem Objekt und Indikator dar.


Divergenzen und Konvergenzen im RSI
Divergenzen und Konvergenzen im RSI
Kursdaten: Lenz + Partner AG

Im Beispiel oben sehen wir drei Situationen, die recht gut zeigen, wie man Konvergenzen und Divergenzen zwischen dem RSI-Indikator und dem betrachteten Objekt nutzen kann.
  • Im Punkt -1- sehen wir eine bearishe Konvergenz: der Dow Jones Lexikon zeigt im Dezember zwei fallende Kursspitzen. Diese Abwärtsbewegung im Index Lexikon wird durch eine Abwärtsbewegung im RSI-Indikator bestätigt.
  • Im Punkt -2- haben wir zwischen Januar und März steigende Tiefstkurse im Index Lexikon. Diese Aufwärtsbewegung wird durch eine bullishe Konvergenz im RSI bestätigt: dieser steigt ebenfalls mit steigenden Tiefstkurse an. In der Folge bildet sich ein Boden im Index Lexikon heraus.
  • Im Punkt -3- sehen wir eine bearishe Divergenz: die beiden Höchstkurse des Dow Jones Lexikon werden von sinkenden Höchstkursen im RSI-Indikator begleitet: es bildet sich eine bearishe Divergenz heraus. In der Folge brechen die Kurse deutlich ein.
Hierzu jedoch gleich eine Warnung: in der Nachbetrachtung fallen solche Divergenzen deutlich leichter auf, als im aktuellen Chartverlauf.


Signale aus dem Relative Strength Index (RSI)
Signale aus dem Relative Strength Index (RSI)
Kursdaten: Lenz + Partner AG

Als Praxisbeispiel möchte ich mal folgende Idee von mir erwähnen:

Ich verwende im Beispiel einen Relative Strength Index Lexikon (RSI) mit einer sehr kurzen Einstellung von nur drei Tagen, wobei ich für das System und die Darstellung dann den Zwei-Tages-Durchschnitt dieses Relative Strength Index Lexikon (RSI) verwende (= ownrsi), da der ursprüngliche Indikator sonst zu viele Haken schlägt.

Ein Kaufsignal entsteht nun wenn der Indikator in den letzten fünf Tagen die Zone unter 30 verlassen hat und, als zusätzlicher Filter, der Kurs aktuell höher liegt als der höchste Close-Kurs der letzten fünf Tage.

Ein Verkaufssignal entsteht, wenn der Indikator in den letzten fünf Tagen unter die 80´er-Marke gefallen ist und, als zusätzlich als Filter, der aktuelle Kurs tiefer liegt, als der tiefste Schlusskurs der letzten fünf Tage.

Wie man schon an den Pfeilen im Schaubild erkennen kann, wäre mit diesem System durchaus Geld zu verdienen gewesen.

Älteste bekannte Version der Seite: 04.10.1999
Letzte Überarbeitung der Seite: 18.10.2017




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Autor: Claus A. Lampert (wenn nicht anders angegeben)
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