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Die Indikatoren NVI, PVI und OBV
Negative Volume Index, Positive Volume Index, On Balance Volume

Die Indikatoren NVI, PVI und OBV
Der NVI (Negative-Volume-Index)
Der NVI berücksichtigt Tage mit rückläufigen Umsatzzahlen. Bleibt das Handelsvolumen gleich oder steigen die Umsätze, bleibt der NVI unverändert. Sinken die Umsätze wird der NVI unter Berücksichtigung der Kursdifferenz verändert: Zunächst wird der Schlusskurs von gestern vom heutigen Schlusskurs abgezogen. Anschließend wird dieses Ergebnis durch den Schlusskurs von gestern dividiert und mit dem NVI des Vortags multipliziert. Dieses Ergebnis wird wiederrum zum NVI des Vortags addiert.
Mathematisch: NVI[heute] = NVI[Vortag] + ((Close[heute]-Close[Vortag])/Close[Vortag] * NVI[Vortag]) sofern der Umsatz des Vortags des heutigen Tages niedriger ist als der Umsatz des Vortags.
Berechnet man auf den NVI einen 20-Tage-GDL ergeben sich Handelssignale.
Die Handelssignale
- Ist der NVI über seinem Durchschnitt, sind die »starken Hände« am Markt, es ist mit steigenden Kursen zu rechnen.
- Verläuft der NVI unter seinem Durchschitt, sind die »zittrigen Hände« im Markt, es ist mit fallenden Kursen zu rechnen.
- Ein Kaufsignal wird erzeugt, wenn der NVI über die GDL steigt.
- Ein Verkaufsignal wird erzeugt, wenn der NVI unter die GDL fällt.

Der PVI (Positive-Volume-Index)
Der PVI konzentriert sich auf Tage mit steigendem Handelsvolumen. Die Annahme: an Tagen mit steigendem Handelsvolumen gehen die »starken Hände« in den Markt und eskommt zu steigenden Kursen. An Tagen mit schwachen Umsätzen sind die »zittrigen Hände« im Markt und die Kurse sinken.
Mathematisch: PVI[heute] = PVI[Vortag] + ((Close[heute]-Close[Vortag])/Close[Vortag] * PVI[Vortag]) sofern der heutige Umsatz höhe ist als der Umsatz des Vortags.
Auch hier wird eine 20-Tages-Linie (GDL) berechnet um Signale zu generieren.
Die Signale
- Ist der PVI unter seinem Durchschnitt, sind die »zittrigen« am Markt, es ist mit fallenden Kursen zu rechnen.
- Ist der PVI über seinem Durchschitt, sind die »Insider« am Markt, es ist mit steigenden Kursen zu rechnen.
- Ein Kaufsignal wird erzeugt, wenn der PVI über die GDL steigt.
- Ein Verkaufsignal wird erzeugt, wenn der PVI unter die GDL fällt.

Der OBV (On Balance Volume - Indikator)
Der OBV ist ein Indikator, der Preisänderung und Umsatz in Relation setzt. Steigt der Kurs, wird der Umsatz zum Indikator addiert (Geld fließt in die Aktie), fällt der Kurs, wird der Umsatz subtrahiert (Geld fließt aus der Aktie.) Der OBV wird verwendet, um Trendumkehrsignale zu liefern. Der OBV hat daher keinen festen Wertebereich, die absolute Höhe des OBV ist vernachlässigbar. Es zählt nur die relative Entwicklung des Indikators.
Die Signale
- Divergenzen zwischen Aktie und OBV deuten auf Trendwechsel.
- Die Trendumkehr im OBV bestätigt den Trendwechsel in der Aktie.
- In Seitwärtsbewegungen des OBV sollte man nicht handeln!

Meine Meinung
NVI, PVI und OBV hauen mich nicht wirklich vom Hocker! Die eigentlich Handelssignale sind, meiner Meinung nach unbrauchbar. Das könnte auch daran liegen, dass der gesamte Ansatz an sich fragwürdig ist. Wenn man NVI, PVI oder OBV verwenden will, sollte man vielleicht Divergenzen untersuchen, sprich: werden z.B. steigende Kursspitzen nicht mehr von steigenden Indikatorspitzen bestätigt, könnte der Trend beendet werden. Insgesamt verwende ich diese drei Indikatoren überhaupt nicht mehr. Möglicherweise war es bei der Entwicklung dieser Indikatoren wirklich so, dass das »große Volumen« richtig lag. Heute stelle ich hier einfach mal ein Fragezeichen hinter diese Aussage.
Ich schlage vor: wen das Thema wirklich interessiert, der kann ja mal selber nachlesen:
Literatur zu NVI, PVI:
Norman Fosback
»Stock Market Logic«
Literatur zu OBV:
Joe Granville
»New Strategies of Daily Stock Market Timing for Maximum Profit«
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