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Fibonacci Retracements
Unterstützung und Widerstand

Fibonacci Retracements
Bei seinen Studien entdeckte Fibonacci einige Zahlen mit höchst seltsamen Eigenschaften. Diese Fibonacci-Zahlen (z.B. 0,382... / 0,500... / 0,618...) sollten später unter anderem bei der Elliott-Wellen-Theorie Bekanntheit erlangen. Ich will hier jetzt nicht näher auf die Theorie eingehen (diese kann z.B. in Werner H. Heussingers »Elliott- Wave- Finanzmarktanalyse« nachgelesen werden), sondern die praktische Anwendung demonstrieren.
Fibonacci Retracements
Kommt es nach einer Bewegung eines Wertpapiers/ Index zu einer Gegenbewegung, kann man sehr oft feststellen, dass es bei dieser Gegenbewegung Widerstandslinien gibt, an denen das Basisobjekt auffällig oft »Pausen« einlegt. Unter Berücksichtigung der Fibonacci-Verhältnisse 38,2%, 50,0% und 61,8% kommt man sehr häufig diesen Widerstandslinien (Retracement-Lines) sehr nahe.

Im Beispiel nahm ich als Ausgangswert die Kursbewegung des DAX vom All-Time-High des DAX im Juli 1998 und als Ende der Bewegung das Tief vom Oktober 1998. Die rote Linie kennzeichnet also eine Bewegung von ca. 6.171 bis ca. 3.896 Punkten (= 100%). Die blauen Linien entsprechen den Fibonacci Retracements von 38.2% (ca. 4.765 Punkten), 50.0% (ca. 5.033 Punkten) und 61.8% (ca. 5.301 Punkten.)
Das erstaunliche an diesen eingezeichneten Widerstandslinien ist, dass sowohl in der Entstehung der Bewegung (links) als auch nach der Vollendung (rechts) auffällig viele Kurspunkte (Höchst- und Tiefstpunkte) in direkter Nachbarschaft der Fibonacci Retracements liegen.

Im weiteren Verlauf kam es zur Erholung von Mitte Oktober 1998 (ca. 3.896 Punkte) bis Ende November 1998 (ca. 5.172 Punkte). Da es zu keinem 61,8%-Rückschlag kam, habe ich dieses Fibonacci Retracement im Chart weggelassen. Die Linien: 38.1% (ca. 4.344 Punkte) und 50,0% (ca. 4.502 Punkte). Auch hier wieder sind auffällig viele Widerstände sowohl in der Entstehung als auch in der folgenden Bewegung in direkter Nachbarschaft zu den Retracement-Lines anzutreffen!

Als letzten Chart der erneute Anlauf des DAX, diesmal die Bewegung von Mitte Dezember 1998 (ca. 4.453 Punkte) bis Anfang Januar 1999 (ca. 5.509 Punkte.) Die Fibonacci Retracements verlaufen bei ca. 5.106, 4.981 und 4.856 Punkten. Auch hier wieder die auffällige Häufung der Tageshöchst- und Tiefstkurse, selbst der Kurssprung durch den Rücktritt Lafontaines endete bei nur 6 Punkten Unterschied zum 38,2% Fibonacci Retracement und der Tiefstkurs Anfang März 1999 ist im zweiten Schaubild durch das 38,1% Fibonacci Retracement definiert!
Fibonacci Retracements: Alles Zufall?
Ich fordere jetzt einfach mal alle Interessierten auf, mit beliebigen Wertpapieren das Spielchen mit den Fibonacci Retracements auszuprobieren! Man nimmt einen Balkenchart (wegen der Höchst und Tiefstkurse!), sucht sich einen Trend aus, der um mindestens 50% korrigiert wurde, und zeichnet die Fibonacci Retracements ein! Das ist einfach und geht schnell!
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