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Random-Walk-Hypothese - GlossarRandom-Walk-Hypothese

Glossar



Die Effizienzmarkthypothese unterstellt, dass alle relevanten Informationen allen relevanten Marktteilnehmern bekannt und deshalb vollständig im Kurs eingepreist sind. Wertpapiere sind demnach nie über- oder unterbewertet, weil sie zu keinem Zeitpunkt maßgeblich von ihrem inneren Wert abweichen.
Das ist für das Verständnis des Ansatzes ungemein wichtig. Random Walk unterstellt keinesfalls, dass die Entwicklung des Marktes zufällig verläuft. Sie spiegelt vielmehr die Summe der relevanten ökonomischen Tatsachen wider und unterstellt dem Markt damit vollständig rationales Verhalten.

Random Walk vs. Technische Analyse

Kurse der Vergangenheit haben laut Random Walk Hypothese keinerlei Aussagekraft für die künftige Kursentwicklung. Diese wird dem Ansatz zufolge ausschließlich vom Auftreten neuer Tatsachen bestimmt und ist dementsprechend nicht prognostizierbar.
Gilt die Random Walk Hypothese, können Anleger am Finanzmarkt keine dauerhaften Überrenditen erwirtschaften. Da unterstellt wird, dass Kurse der Vergangenheit keinerlei Aussagekraft im Hinblick auf die künftige Kursentwicklung besitzen, ist die technische Analyse in diesem Kontext nicht erfolgversprechend.

Random Walk vs. Fundamental-Analyse

Auch die Fundamentalanalyse verhilft jedoch nicht zum Erfolg in Gestalt von Überrenditen. In einem Umfeld mit vollkommener Informationssymmetrie und einer momentanen Verbreitung von neuen Informationen preist der Markt neue Tatsachen binnen Sekunden vollständig und im Sinne des »Fair Value« korrekt ein.
Diese Aussagen der Random Walk Hypothese und der Effizienzmarkttheorie wurden immer wieder durch Studien und Untersuchungen belegt – und in anderen Studien widerlegt.

Random Walk vs. Behavioral Finance

Insbesondere die Anhänger des Behavioral Finance Ansatzes widersprechen der Ranom-Walk-Theorie und kritisieren die Abwesenheit des »Faktor Mensch« in der Theorie. Sie gehen davon aus, dass die Kursentwicklung sehr viel stärker von der Psychologie der Marktteilnehmer und ihrer Interpretation von Tatsachen abhängig ist als von den Tatsachen an sich.

Weiterführender Artikel mit einem etwas technischeren Ansatz: Random-Walk-Theorie

Dieser Artikel wurde von Julian Lohrmann für ChartTec.de erstellt.


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Autor: Claus Lampert (wenn nicht anders angegeben)
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