Clearing

Glossar


transaktionen, forderungen, clearing, verrechnung, clearinghaus, clearingstelle

Das Clearing bezeichnet die Auf- und Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten, die aus Wertpapier- oder Termingeschäften resultieren. Hierbei wird mit Hilfe des Clearings die bilaterale Nettoschuld des Käufers und des Verkäufers hinsichtlich börslichen sowie außerbörslichen Transaktionen ermittelt. Für die Errechnung dieses Wertes ist für gewöhnlich das Clearinghaus zuständig, welches seine Mitglieder am Ende des Handelstages über deren Transaktionen sowie die damit verbundenen Forderungen und Verbindlichkeiten informiert. Handelt es sich bei den Transaktionen um Termingeschäfte wird die Höhe der Sicherheitsleistungen (im Fachjargon Margins genannt), die es zu zahlen gilt, mitgeteilt.



Die Mitglieder des Clearinghauses müssen neben einer entsprechenden Lizenz, auch im Besitz eines Wertpapierdepots sowie eines Geldverrechnungskontos bei der Clearingstelle sein. Des Weiteren wird die Bereitstellung von finanziellen, materiellen und organisatorischen Sicherheiten vorausgesetzt. In den Lizenzverträgen sind diese genauer spezifiziert. Somit kann das Clearinghaus, das die Rolle einer zentralen Abwicklungsstelle für Börsengeschäfte einnimmt und dabei als Gegenpartei eintritt, zum einen die vertragsgemäße Erfüllung und zum anderen die Verrechnung der Nettoschuld gewährleisten.




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Letzte Überarbeitung der Seite: 06.09.2017




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