Bezugsrecht

Glossar


bezugsrecht, kapitalerhöhung, grundkapital, aktiengesellschaft, aktionär

Das Bezugsrecht gewährleistet, dass Aktionäre im Rahmen einer Kapitalerhöhung ihrer Aktiengesellschaft Lexikon eine bestimmte Anzahl an jungen Aktien Lexikon erwerben dürfen, damit ihr Anteil am Grundkapital auf einem konstant hohen Niveau bleibt.



Aktionären wird das Bezugsrecht in der Regel bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, bei einer Kapitalerhöhung gegen Einlagen, bei der Emission Lexikon von Genussscheinen oder bei der Ausgabe von Wandel-, Options- und Gewinnschuldverschreibungen eingeräumt. Das so genannte Bezugsverhältnis, d.h. die Relation der Altaktien zu den jungen Aktien Lexikon, das sich vom Umfang der Kapitalerhöhung ableitet und für gewöhnlich vom Vorstand bekannt gegeben wird, regelt, wie viele der jungen Aktien Lexikon jedem Aktionär Lexikon zustehen.

Den Aktionären ist es in diesem Zusammenhang selbst überlassen, ob sie das Bezugsrecht innerhalb der Bezugsfrist, die ebenfalls vom Vorstand bekannt gegeben wird und mindestens zwei Wochen betragen muss, verwenden oder ob sie dieses an der Börse Lexikon verkaufen. Der Wert des Bezugsrechts lässt sich zwar rechnerisch ermitteln, sobald es allerdings zum Handel an der Börse Lexikon aufgenommen worden ist, unterliegt es den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Der rechnerische Wert des Bezugsrechts wird am ersten Handelstag vom Kurs der alten Aktien Lexikon subtrahiert. Infolgedessen ergibt sich für den Aktionär Lexikon eine Vermögensumschichtung, eine Veränderung des Vermögens resultiert daraus jedoch nicht.

Für die so genannten »kleinen AGs« wurde im Rahmen der Deregulierung des Aktienrechts die Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses geschaffen, d.h. wenn die Kapitalerhöhung nicht 10 Prozent des Grundkapitals überschreiten sollte oder der Ausgabepreis Lexikon der jungen Aktien Lexikon nicht wesentlich über dem der alten Aktien Lexikon liegt, ist ein Bezugsrecht ausgeschlossen. Aufgrund dessen kann gewährleistet werden, dass Altaktionäre ihren Anteil am Grundkapital der Gesellschaft auch nach der Kapitalerhöhung zumindest annähernd behalten. Eine Kapitalverwässerung kann somit praktisch vollkommen ausgeschlossen werden.


Dieser Artikel wurde von Manuela Schneider für ChartTec.de erstellt.

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Letzte Überarbeitung der Seite: 12.09.2017




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