Double-Top, Double-Bottom

Entstehung der Formation. Ermittlung des Kursziels.


»pull-back«, unterstützung, double-top, zielkurs, double-bottom

Double-Tops und Double-Bottoms sind relativ häufig auftretenden Trendwendeformationen. Sie sind sehr leicht zu identifizieren und haben trotzdem eine relativ hohe Trefferquote (sofern man auf den Ausbruch wartet!)




Übersicht zum Formationsaufbau »Double Top«


Schematischer Aufbau des »Double Top«: vollständig
Schematischer Aufbau des »Double Top«: vollständig
Kursdaten: Lenz + Partner AG

Im ersten Schaubild sehen Sie eine idealtypisches Double-Top mit dem kompletten Aufbau aus den beiden Kursspitzen, dem Bruch der Nackenlinie, der Ausbildung eines »pull-back« Lexikon und dem anschließend erreichten Kursziel.

Die Entstehung: Aufwärtstrend


Schematischer Aufbau: der Aufwärtstrend
Schematischer Aufbau: der Aufwärtstrend
Kursdaten: Lenz + Partner AG

In der Entstehung sehen wir einen typischen Trendaufbau nach der DOW-Theorie. Die Hoch- und Tiefstkurse der Aufwärtsbewegung liegen jeweils höher und auch die steigende Trendlinie wird mehrfach bestätigt. Die Bullen haben leichtes Spiel und treiben die Kurse mühelos nach oben.

Die Entstehung: die ersten Warnsignale


Schematischer Aufbau: die ersten Warnsignale
Schematischer Aufbau: die ersten Warnsignale
Kursdaten: Lenz + Partner AG

Mit der Ausbildung einer zweiten Kursspitze auf dem Niveau des ersten Tops zeigen die Bullen erstmals etwas Schwäche, gelingt es doch nicht, ein neues höheres Top zu erzwingen. Mit dem Abtauchen an die Unterstützung wird die steigende Trendlinie verletzt bzw. gebrochen. Trader mit Long-Positionen beginnen sich Gedanken zu machen bzw. haben ihre Stop-Loss-Aufträge auf das Niveau des letzten Tief nachgezogen. Trader mit neuen Long-Positionen, die am letzten Tief eröffnet wurden, rutschen leicht in´s Minus. Das Double-Top wird sichtbar. So lange die Kurse die Unterstützung jedoch nicht brechen ist der Trendaufbau laut Dow-Theorie noch nicht gebrochen! Noch haben wir kein tieferes Hoch und kein tieferes Tief! Laut der »encylopedia of chart patterns« von Thomas N. Bulkowsky besteht immerhin eine Chance von über 60%, dass der Trend sich fortsetzt!
Vor dem Bruch der Unterstützung zu shorten ist also in zwei von drei Fällen falsch!

Der Bruch der Nackenlinie: der Markt wird bearish


Schematischer Aufbau: der Bruch der Nackenlinie
Schematischer Aufbau: der Bruch der Nackenlinie
Kursdaten: Lenz + Partner AG

Mit dem Bruch der Unterstützung ist der Trend beendet. Ein tieferes Tief dürfte Stop-Loss-Aufträge auslösen, Trader die erst kurz vorher eingestiegen sind dürften ebenfalls verkaufen, schließlich hatten sie mit einem neuen höheren Hoch gerechnet. Andere Trader beginnen nun Short-Positionen aufzubauen. Mit dem Bruch der Nackenlinie steigt die Chance auf ein Erreichen des Kursziels auf knapp über 80% an.

Das »pull-back«: Korrektur an die alte Unterstützung


Schematischer Aufbau: Ausbildung des »pull-back«
Schematischer Aufbau: Ausbildung des »pull-back«
Kursdaten: Lenz + Partner AG

Das »pull-back« Lexikon wird nicht zwangsläufig ausgebildet, bestätigt jedoch den Zielkurs. Einige Short-Positionen werden eingedeckt, einige »Unverbesserlichen« betrachten den tieferen Kurs als Einstiegsgelegenheit. Das »pull-back« Lexikon wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Nackenlinie abgefangen und scheitert somit.

Der Zielkurs


Erreichung des Zielkurses
Erreichung des Zielkurses
Kursdaten: Lenz + Partner AG

Der Zielkurs der Formation kann im logarithmischen Chart Lexikon relativ leicht identifiziert werden: im Allgemeinen erreichen die Kurse ein Niveau, das sich aus dem Abtragen des Abstands zwischen Double-Top und Nackenlinie nach unten ergibt. Das »pull-back« Lexikon erfolgt oft auf dem halben Weg zwischen Nackenlinie und Zielkurs. Hierbei stellt das »pull-back« Lexikon also eine »bear-flag« dar. Der Kreis schließt sich.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 22.08.2017




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