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Boersenbrief zur technischen Analyse - Charttechnik bei ChartTec.deBoersenbrief zur technischen Analyse

Charttechnik bei ChartTec.de



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Charttechnik

Im Lexikon bei Boerse Online findet man folgende Definition zum Begriff »Charttechnik«: Die Methodik der Auswertung anhand historischer Kursverläufe (Charts). Dabei wird nach wiederkehrenden Mustern oder Trends gesucht, um zu einer Aussage über die wahrscheinliche, zukünftige Kursentwicklung des analysierten Wertes zu gelangen.

Aktienkurse folgen Trends

Schon Charles H. Dow erkannte um 1900 herum, dass sich Aktienkurse in Trends bewegen und begründete damit die so genannte »Dow-Theorie«. In erster Linie versucht man also anhand der technischen Analyse Trends und Trendwenden zu identifizieren. Da es bekanntermaßen recht ungünstig sein kann, gegen den allgemeinen Trend zu handeln, ist es logischerweise sehr wichtig, möglichst frühzeitig eine Trendumkehr zu erkennen und aus einem vorhandenen Engagement auszusteigen bzw. ein neues Engagement einzugehen.

Werkzeuge der technischen Analyse

Für die technische Analyse stehen vielfältige Werkzeuge zur Verfügung. Die klassische Chartanalyse betrachtet nur den Kursverlauf und gegebenenfalls das Volumen um Trends zu erkennen. Hinzu kommt die Formationsanalyse, die im Chart nach bestimmten Mustern sucht und davon profitiert, dass sich die Kurse in bestimmten, wiederkehrenden Formationen bewegen. Einen schier unerschöpflichen Fundus an Möglichkeiten findet man im Bereich der Indikator-Analyse. Durch mathematische Funktionen werden hier aus den gegebenen Daten (also Preis und Volumen) Indikatoren errechnet, die helfen sollen, den Kursverlauf besser zu prognostizieren. Der einfachste Indikator ist z.B. ein gleitender Durchschnitt, der direkt aus den Schlußkursen errechnet wird. Mittlerweile werden jedoch auch technische Indikatoren durch Duzende von Berechnungsschritten erstellt. Meist ist jedoch fraglich, ob diese Konstrukte wirklich Vorteile bringen.

Prognosequalität

Die alles entscheidende Frage lautet natürlich: wie gut ist die Prognosequalität der technischen Analyse? Zunächst muß man natürlich der Überzeugung sein, dass sich zukünftige Vorgänge prinzipiell prognostizieren lassen. Ansonsten wäre es schließlich wenig sinnvoll, sich überhaupt mit der Analyse von Aktien zu beschäftigen. Die Prognosequalität ist natürlich auch dadurch schwer zu beurteilen, dass in den seltensten Fällen eine Analyse ausschließlich auf objektiven Fakten beruht, sondern stets durch die Meinung des Analysen subjektiv wird. Dies führt dazu, dass ein Chartverlauf, der von fünf Analysten untersucht wird, zu fünf verschiedenen Ergebnissen führt, von denen eventuell kein einziges schlußendlich stimmt.

Warum überhaupt technische Analyse?

Geht man davon aus, dass sich Kursverläufe prinzipiell prognostizieren lassen, kann man die eigene Entscheidung fundamental oder technisch begründen.

Die Fundamentalanalyse erfordert eine Einarbeitungszeit, die Jahre dauert. Zudem werden tiefe Einblicke in eine Firma benötigt, über die wahrscheinlich kein Kleinanleger jemals verfügen wird. Die großen Vertreter der Fundamentalanalyse, z.B. Warren Buffet, sprechen mit Vorständen und Mitarbeitern, besuchen persönlich die Firmen und recherchieren lange und gründlich, bevor sie eine Entscheidung treffen. Sie sind im Prinzip eher Investoren statt Spekulanten. Wer nun glaubt, dass man mit der Betrachtung von ein paar frei zugänglichen Daten aus dem Internet (z.B. KGV, KCV und Dividendenrendite) bereits Fundamentalanalyse betreibt, sollte diese Illusion schnell aufgeben. Noch stärker desillusioniert dürfte derjenige werden, der frei zugängliche Fundamentalanalysen von Banken folgt. Denn warum sollten die Researchabteilungen der Finanzdienstleister kostenlos hochqualifizierte Arbeit abliefern? Doch nur, weil sie mit diesen Analysen eigene Interessen vertreten, die gegebenenfalls den Interessen der Leser entgegenstehen dürften.

Die technische Analyse hingegen bringt bereits mit relativ wenig Einarbeitungszeit einen wichtigen Vorsprung vor all denjenigen Anlegern, die blind ihrem Bankberater folgen oder ihre Anlagetipps aus der BILD-Zeitung erhalten. Natürlich benötigt man auch bei der technischen Analyse ein- oder zwei Jahre Erfahrung, bevor man gute Erfolge erzielen kann, der Aufwand steht aber in einem guten Verhältnis zum Nutzen. Und da Boerse nun mal kein Zeitvertreib sondern echte Arbeit ist, dürfte die Einarbeitung in die technische Analyse sehr sinnvoll, sein.



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Autor: Claus A. Lampert (wenn nicht anders angegeben)
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