hanging man (kubitsuri) candlestick-pattern

Unentschieden zwischen Bullen und Bären


Teaser

Das candlestick-pattern »hanging man« (kubitsuri) tritt im Aufwärtstrend auf und ist etwas schwieriger zu verstehen. Der Markt startet mit einem größeren Eröffnungs-GAP, im Verlauf der Sitzung kommt es aber zu einem relativ starken Kursverfall bis unter den Schlusskurs des Vortags. Zum Ende der Sitzung kommt es zu einem »reversal« und der im Laufe des Tages aufgetretene Kursverlust wird wieder ausgeglichen (die Kerze kann weiß oder schwarz enden). Oft fehlt für den nächsten Tag die Kraft für einen weiteren Anstieg und der Aufwärtstrend wird beendet. Der »hanging-man« für sich alleine hat keine gute Prognosequalität - er bekommt nur mit einer folgenden, schwarzen Kerze einen Sinn. Diese Bestätigung muss also abgewartet werden.

Die Psychologie hinter der Kerze: der Tag startet mit großer Euphorie und einem großen GAP Lexikon. Es zeigt sich aber schnell, dass den Bullen zunächst die Kraft fehlt den Trend fortzusetzen. Mit dem Schlusskurs in der Nähe der Eröffnung konnten die Bären zwar nochmals zurückgedrängt werden, für einen wirklich positiven Schluss fehlte dann aber die Kraft. Es zeigt sich nun aber das Problem der Einzelkerze: wenn die Bullen es geschafft haben, den Tagesverlust auszugleichen könnten sie am nächsten Tag ja möglicherweise auch wieder den Trend fortsetzen. Aus diesem Grund MUSS die schwarze Kerze des zweiten Tages abgewartet werden. Genau genommen müsste der hanging-man also eine Formation aus zwei Kerzen sein.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 24.10.2017




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Autor: Claus A. Lampert (wenn nicht anders angegeben)
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