Das Tagesgeldkonto (Börsenlexikon)

Alternative zum Sparbuch


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»Spare zur Zeit, dann hast Du in der Not«, dieses alte Sprichwort hat immer noch seine Gültigkeit und wird von vielen Bundesbürgern beachtet. Das Sparen steht nach wie vor hoch im Kurs. Nur wie, ist immer wieder die große Frage.
Bei seiner Geldanlagestrategie sollte man sich darauf konzentrieren, welches Ziel man damit verfolgt. Um dem alten Sprichwort Rechnung zu tragen, sollte man zumindest einen Notgroschen zurücklegen, über den man in kürzester Zeit zurückgreifen kann. In der Vergangenheit war dies meistens das Sparbuch, dieses wird aber immer mehr vom moderneren Tagesgeld Lexikon Konto abgelöst.



Das Sparbuch ist etwas unmodern geworden, da die von den Geldinstituten geboten Zinsen gegen Null tendieren. Ein Prozentsatz von 0% Zinsen ist nicht unüblich. Wenn man die jährliche Inflation von derzeit rund 2,00% betrachtet, verliert man also mit dem Sparbuch. Beim Tagesgeldkonto übersteigen die für die angelegten Geldbeträge gezahlten Zinsen zumindest leicht die Inflationsrate. Vor wenigen Jahren, als die Zinsen noch deutlich höher waren, haben es sich sogar einige zum Hobby gemacht regelmäßig die Bank zu wechseln und immer wieder auf ein besseres Neukundenangebot umzusteigen.

Ein Tagesgeldkonto ist ein Konto auf dem das Guthaben des Kontoinhabers verzinst wird und er über dieses Geld täglich verfügen kann. Im Gegensatz zum Sparbuch gibt es für diese Geldanlage keine Kündigungsfristen. Der Umstand, dass man täglich über sein Geld verfügen kann, das Geld gut verzinst wird und das es keine Kündigungsfristen gibt, ist sicherlich ein Vorteil. Aber wie alles im Leben hat die Medaille auch eine Rückseite. Die Bank kann den Zinssatz täglich ändern und natürlich auch nach unten anpassen. Hier bietet einen festgelegter Zinssatz wie bei einem Festgeld Lexikon Konto mehr Planungssicherheit. Tagesgeldkonten sind für den normalen Zahlungsverkehr nicht geeignet.

Über die Sicherheit des Kapitals auf dem Tagesgeldkonto braucht man sich keine Sorgen machen. Die Guthaben auf diesen Konten unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung Lexikon. Seit dem 30.06.2009 beträgt die gesetzlich festgelegte Einlagensicherungsgrenze 100% des eingezahlten Guthabens, derzeit in Deutschland bis zu einer Höhe von 50.000,- €. Dies ändert sich aber schon bald, da innerhalb der EU einheitlich 100.000,- € festgelegt wurden. In anderen Ländern der Europäischen Union sind diese gesetzlichen Höchstgrenzen bereits angepasst worden.

Über die vor genannten Mindestanforderungen, die gesetzlich festgeschrieben sind, bieten die Banken in vielen Ländern der Europäischen Union weitere Sicherungsbeträge an. In Deutschland gibt es den Einlagensicherungsfonds der entsprechenden Bankenvereinigungen und diese übersteigen die per Gesetz festgelegten Mindestanforderungen für die Guthaben Ihrer Kunden weit.

Die Zinsen für das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto richten sich nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank. Dies ist der Zinssatz, den Banken zahlen müssen, wenn sie sich von der Europäischen Zentralbank selbst Geld leihen. Die Banken gewähren daher für diese Art der Geldanlage einen Zinssatz, der sich an den Leitzins der Europäischen Zentralbank hält. Viele Banken bieten sogar einen verbesserten Zinssatz an, da sie sich dadurch einen höheren Kundenzulauf erwarten.

Daher lohnt sich der Vergleich der Konditionen immer. Dennoch sollte man in Fällen, bei denen die Bank eine Verzinsung anbietet, die über der des Leitzinses der Europäischen Zentralbank liegt, prüfen wie lange der Zinssatz gilt. Einen Tagegeld Vergleich kann man sehr leicht ohne großen Zeitaufwand im Internet durchführen.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 25.10.2017




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