Sind Fondsmanager überflüssig?

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Sind die Gebühren, die Anleger an Banken, insbesondere Anlageberater, Fondsmanager und Vermögensverwalter, zahlen eine Verschwendung? Immer wieder wird Kritik an diesen Formen der Dienstleistung der Banken laut. Jürg Zeltner CEO Wealth Management UBS sagt zu dem Thema: »Die Kunden verlangen eine aktive Beziehung zu ihrem Anlageberater und eine auf die persönliche Situation abgestimmte Investment-Strategie. Die Kunden wollen vom Anlageberater Gewissheit, dass dieser die langfristigen Kundeninteressen vor seine eigenen stellt.´´




Laut einer noch nicht veröffentlichten Studie zahlen Kunden für Dienstleistungen der Geldindustrie etwa 1,3 Billionen Dollar jährlich drauf. Die Forscher, die hinter der Studie stehen, sollen in den vergangenen Monaten rund 2600 Experten aus der Finanzindustrie und Regierungskreisen von 84 Ländern interviewt haben.

Dieses Ergebnis verschreckt die Anleger. Und obwohl ein Pressesprecher sagte, das Ergebnis der Studie würde sich wahrscheinlich noch einmal stark verändern, so werden doch viele mit ihrem Ausgang wenig zufrieden sein. Laut der Studie geschieht die größte Verschwendung im Bereich der Geldverwaltung für Kunden in Form von Fonds Lexikon oder Direktbeteiligung.

Nur wenige Manager schaffen es demnach, die Renditeziele, die in den Verträgen mit den Kunden festgelegt sind, zu erreichen, weshalb die Gebühren als viel zu hoch und beinahe überflüssig anzusehen sind. Fondsmanager sind schon seit langem in der Kritik, seitdem bekannt wurde, dass viele von ihnen nicht das halten, was sie ihren Kunden versprechen. So könnten Anleger beispielsweise die Gebühren, die sie für einen Fondsmanager zahlen, komplett einsparen und stattdessen anderweitig investieren, für den Fall, dass dieser ihnen weniger Rendite Lexikon einbringt als ein Aktienindex Lexikon, dessen Rendite Lexikon man selber über Indexfonds Lexikon billig einkaufen kann.

Die Studie beschreibt die Leistungen der Finanzindustrie als »beschämend«. Es sei damit zu rechnen, dass die Zufriedenheit der Kunden weiter sinken werde bis zu einem Punkt, an dem diese die ihnen gebotenen Leistungen und damit verbundenen Gebühren nicht mehr akzeptieren werden, was mit hohen Jobverlusten in der Branche einhergehen könnte. Laut Dirk Nitzsche, einem Finanzwissenschaftler an der Londoner Cass Business School, seien erfolgreiche Fonds Lexikon sowieso nicht dem Können eines Fondsmanagers zuzuschreiben, sondern vielmehr dem Zufall. Dies belegt eine Studie, in der Nitzsche Fonds Lexikon zwischen 1990 und 2009 analysiert hat. Er belegt, dass rund 83 Prozent aller Fonds Lexikon nur durch Zufall Erfolg hatten.


Dieser Artikel wurde von Bastian Weber für ChartTec.de erstellt.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 21.08.2017




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Autor: Claus A. Lampert (wenn nicht anders angegeben)
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