Gold als sichere Geldanlage

Wie sicher ist die Anlage in Gold


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Gerade in Zeiten von Finanzkrisen und Inflationen wird immer wieder geraten, das Geld in Gold anzulegen. Dieses ist neben Immobilien und Kunstwerken einer der besten Anlageformen. Bei Gold gibt es im Gegensatz zum Geld so gut wie gar keinen Wertverlust. Wenn zum Beispiel der Verdacht besteht, dass die Hausbank insolvent geht, sollte man das Geld guten Gewissens in Gold umtauschen. Das bietet einfach mehr Sicherheit. Schon in der Vergangenheit gab es viele Fälle, wo eine Währung plötzlich ganz seinen Wert verlor.



Ein Beispiel wäre die Hyperinflation 1922 – 1923 im Deutschen Reich. Dort vermehrte die Regierung einfach das Geld, um streikenden Bürgern finanzielle Hilfe zu leisten. Dies führte zu einer extremen Inflation. Um zu veranschaulichen, wie stark das Geld in so einer kurzen Zeit sein Wert verlor, könnte man sich die Preise des Briefportos anschauen. Am 31. Januar 1920 war das Briefporto 0,20 Mark teuer, ein Jahr später war es doppelt so teuer und am 3. November 1923 war es sage und schreibe 100 Millionen Mark teuer. Leider gab es dort aber nur wenige Bürger, die ihr Geld in Gold angelegt haben. Die Möglichkeiten, Gold zu kaufen, waren in der Zeit aber noch nicht so gut wie heute. Heute gibt es sogar schon Goldautomaten, mit denen die Goldanlage so fix wie nie geht.
Schon seit vielen Jahrhunderten ist Gold eine begehrte Anlageform. Der Goldanlage wird eine krisensichere Anlage zugesagt. Doch was sind eigentlich die Risiken bei der Anlage in Gold bzw. gibt es überhaupt Risiken? Zunächst ist das Risiko bei der Goldanlage relativ gering. Allerdings sollte man dieses auch nicht unterschätzen. Es gibt immer mal wieder Höhen- und Tiefflüge für den Goldpreis. Da kann es sein, dass man Gold für 600 Euro kauft und man kann es dann in einem Jahr für 650 Euro verkaufen, es kann allerdings auch in die andere Richtung gehen. Deswegen sollte man möglichst oft die Goldpreise beobachten. Man sollte sich also nicht auf dem Gold ausruhen. Es kann allerdings gar nicht passieren, dass das Gold völlig an Wert verliert – das ist mit dem Geld schon öfters passiert. Richtige Höhen- und Tiefenflüge des Goldpreises gibt es eigentlich nur bei einer Krise, wie zum Beispiel die Ölkrisen im letzten Jahrhundert oder dem Börsencrash Lexikon 1987 in den USA. Zurzeit hat der Goldpreis aber eher einen leichten Tiefflug, der Goldpreis ist aber trotzdem relativ konstant. Man sollte also eher nicht mit einem richtigen Gewinn durch die Goldanlage rechnen. Diese ist also eher für Personen gedacht, die sich langfristig vor einer Krise oder einer Inflation absichern wollen.
Bei der Goldanlage sollte man eher nicht mit einer positiven Rendite Lexikon rechnen. Die Goldanlage ist eher eine Spekulationsanlage, da der Gewinn davon abhängt, zu welchem Preis man das Gold kauft und wieder verkauft. Zwischen diesen zwei Zeitpunkten gibt es eben keine Zinsen. Allerhöchstens könnte man noch das Gold als Dekoration nehmen, was bei einer größeren Menge aber total leichtsinnig ist. Man kann zwar natürlich auch Geld mit der Goldanlage gewinnen. Da gehört aber auch viel Glück und Spekulation dazu. Und der Goldpreis steigt eben nach Angebot und Nachfrage. Bei Krisen sind die Nachfragen ganz besonders hoch und dadurch auch der Goldpreis. Wenn man dann all‘ sein Gold verkauft, hat man zwar bestimmt viel Gewinn gemacht, allerdings hat man dann wieder „nur“ Geld und gerade bei der Krise kann das ja dann wieder ziemlich schnell seinen Wert verlieren.
Bei der Goldanlage gibt es allerdings auch im Gegensatz zu Geld Gebühren. Beim Kauf des Goldes muss man immer einen Aufschlag bezahlen, sodass der Ankaufspreis immer über dem Verkaufspreis liegt. Dieser Aufschlag hängt von der Menge ab, die man kauft. Je geringer die Menge, desto höher ist der Aufschlag. Es kommt allerdings auch darauf an, in welcher Form man Gold kauft. Man kann physisches Gold in Barren und in Münzen kaufen. Bei Münzen richtet sich der Preis außerdem auch noch nach dem Sammlerwert der Münze. Es gibt allerdings Papiergoldanlagen. Dieses ist eher für Spekulanten gedacht, die Gewinn erzielen wollen. Bei diesen Papiergoldanlagen fällt ein Ausgabeaufschlag Lexikon von bis zu fünf Prozent an.
Das, was einen von einer Goldanlage aufhält, ist die von Experten genannte „Goldblase“, die zu platzen droht. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Zunächst ist das Interesse an einer Goldanlage und somit auch der Goldpreis in den letzten Jahr stark gestiegen. Das hängt unter anderem mit der Finanz- und Wirtschaftskrise zusammen. Jetzt, wo die Krise so langsam vorüber ist, könnte es natürlich passieren, dass viele Leute auf einmal ihr Gold wieder verkaufen. Das würde zu Folge haben, dass das Gold auf einmal drastisch an Wert verliert. Somit stürzt der ganze Goldmarkt ein. Außerdem wurde seit der Finanzkrise natürlich auch das Thema um die Goldanlage auch in den Medien immer interessanter und dadurch wurden auch Versprechen gemacht, die dann teils vom Gold nicht eingehalten werden können. Zum Beispiel wird dann von einer Wunderanlage gesprochen, mit der man richtig viel Gewinn machen kann, diesen Vorstellungen kann Gold dann schließlich nicht Genüge tun und somit werden die Goldanleger enttäuscht und verkaufen ihr Gold wieder. Das trägt dann auch noch dazu bei, dass die Gefahr besteht, dass die „Goldblase“ platzt.
Zurzeit kann man keine genaue Prognose abgeben, wie denn die Aussichten für die Zukunft aussehen. Der Goldpreis hat mal einen kleinen Höhenflug und mal einen kleinen Tiefflug. So richtig viel Geld machen kann man mit dem Goldkauf nicht, aber man kann ebenso auch nicht viel verlieren, was dann für die Leute, die krisensicher sein wollen, interessant ist. Diese sollten aber nicht allzu viel in Gold investieren, da es natürlich auch sein kann, dass der Goldpreis, auch wenn man zurzeit nicht damit rechnet, plötzlich bergab geht. Andererseits kann es natürlich auch sein, dass der Goldpreis auf einmal in Höhe geht, was aber ebenso unwahrscheinlich ist. Gold lohnt sich eben eher, um sich Sicherheiten zu verschaffen. Man sollte das Risiko allerdings auch nicht unterschätzen. Da es zurzeit aber keine besondere Gefahr für eine Finanzkrise in Deutschland gibt, sollte man wohl eher auf ein gut verzinstes Konto wie eine Tagesgeldkonto Lexikon zurückgreifen.


Dieser Artikel wurde von Alexander Menne für ChartTec.de erstellt.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 25.10.2017




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