Die 10 häufigsten Gründe der Deutschen für eine Kreditaufnahme

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Das Leihen von Geld bei Kreditinstituten ist längst gesellschaftsfähige Praxis. Vom Konsumentenkredit über die Autofinanzierung bis hin zum großen Immobiliendarlehen ermöglicht erst die geplante Verschuldung die Erfüllung so mancher Träume. Aber auch das Leben an sich kann die Aufnahme eines Kredits erforderlich machen. Unter den zehn häufigsten Gründen für die Kreditaufnahme finden sich daher auch ganz alltägliche Dinge.



Die Top 5 – Vom Haus bis hin zur persönlichen Liquidität

Der Bereich „Haus, Garten und Heimwerken“ steht an der Spitze aller Ursachen für eine Kreditaufnahme. Immobilienkredite und Darlehen für Sanierungs- und Renovierungsarbeiten sind dank niedriger Leitzinsen so günstig wie nie. Oft braucht es nicht einmal Eigenkapital, um größere Kredite zu ermöglichen. Da Haus und Garten den Mittelpunkt des Lebens bilden, verwundert die hohe Bereitschaft zur Kreditaufnahme nur wenig.

Interessant ist jedoch, dass an zweiter Stelle die Umschuldung steht. Hierbei werden bestehende Kreditverträge in einen großen und neuen Kredit zusammengefasst. Erneut spielen günstige Zinsen und gute Konditionen eine bedeutende Rolle, denn ein älterer Kredit weist meist deutlich höhere Zinsen auf als derzeitige Verträge.

Das Thema Mobilität ist auch in Deutschland ein gewichtiger Lebensbereich. Alleine in den Monaten Januar und Februar 2017 verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt rund 485.000 neu zugelassene PKW. Ein Großteil dieser Zulassungen dürfte nur durch Kredite ermöglicht worden sein.


Die wichtigsten Gründe für die Kreditaufnahme
Die wichtigsten Gründe für die Kreditaufnahme
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Und ist der Mensch gerade nicht auf der Straße unterwegs, kümmert er sich um den Nachwuchs. Auch wenn das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend betont, dass manche Ausgaben steuerlich absetzbar sind, können viele Familien die Kosten für Betreuung, haushaltsnahe Dienstleistungen und Schulmaterialien nur über Kredite finanzieren.

Dies steht in Verbindung mit dem letzten Punkt der Top Five: Der persönlichen Liquidität. Ist das Geld knapp und kann der eigene Lebensstandard nicht aus eigener Kraft gehalten werden, suchen viele Deutsche den Ausweg in Form eines Kredits. Zeitgleich ist dieses Vorgehen ein häufiger Grund für die langsame Ingangsetzung einer gefährlichen Schuldenspirale.

Lebensziele und moderner Luxus

Das Studium sowie kostenpflichtige Ausbildungen und Seminare sollen die Karriere antreiben. Gerade in der heutigen Zeit, in der zur Basisausbildung weitere »Skills« gefragt sind und die Konkurrenz groß ist, investieren viele Menschen in ihr Wissen und Können.

Auch für Gesundheit und Lifestyle, Reisen und Urlaub braucht es häufig mehr Geld, als der eigene Geldbeutel zu bieten hat. Die immer stärkere Betonung des Lebens im »Hier und Jetzt« und der Wunsch, das Leben in vollen Zügen auszukosten, sind bedeutende Triebfedern der Kreditindustrie.

Offensichtliche Parallelen zu dieser neuen Sicht auf das Leben weist auch die Tatsache auf, dass Menschen gerne Kredite für Feste und Feierlichkeiten aufnehmen. Bei der eigenen Hochzeit, runden Geburtstagen oder der Taufe des ersten Babys sorgt meist ein Kredit für die kompromisslose Gestaltung des Tages – gehen die Kosten für derartige Veranstaltungen doch gerne einmal in den drei bis fünfstelligen Bereich.

An letzter Stelle steht schließlich die Unterhaltungselektronik. Auch sie hat sich ihren Platz in den Top Ten redlich verdient, denn technologischer Fortschritt ist aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, existieren in 100 Haushalten rund 168,4 Fernseher, 91 DVD- und BluRay-Player sowie 44 Spielekonsolen. Wer den Anschluss nicht verlieren und immer »up to date« bleiben möchte, scheut auch den Weg einer Kreditaufnahme nicht.

Quellen:

Kraftfahrt-Bundesamt: Neuzulassungsbarometer Januar bis Februar 2017
Infografik zur Verfügung gestellt von guenstigerkreditvergleich.com
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Haushalt- und Kinderbetreuungskosten
Statistisches Bundesamt: Statistisches Jahrbuch 2016

Dieser Artikel wurde von Manuela Schneider für ChartTec.de erstellt.

Älteste bekannte Version der Seite: 19.06.2012
Letzte Überarbeitung der Seite: 20.08.2017




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